Amira Aly fällt auf Kreditkartenbetrug herein: „Ich habe alles geglaubt“
Amira Aly: Opfer von Kreditkartenbetrug

Köln – Sie hätte niemals gedacht, dass sie auf eine solche Betrugsmasche hereinfallen würde. Doch genau das ist passiert. Moderatorin Amira Aly (33) erhielt mitten in der Nacht eine SMS, die angeblich von ihrem Kreditkartenanbieter American Express stammte. Der Inhalt: Jemand habe versucht, 9.500 Euro an ein Kryptounternehmen zu überweisen. In Panik rief sie die angegebene Nummer an – und wurde Opfer eines perfiden Betrugs.

Die Masche: Smishing mit echtem Chatverlauf

Die SMS erschien im bestehenden Chatverlauf mit der echten Banknummer, inklusive früherer, tatsächlich von ihr bestätigter Zahlungen. Das machte die Nachricht besonders glaubwürdig. „Der Chatverlauf war halt da, mit den ganzen Zahlungen, und ich habe trotzdem diese Nummer angerufen“, berichtete Aly auf Instagram. Am anderen Ende meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter, der von Hackern sprach, technische Details nannte und Druck aufbaute. „Ich habe alles geglaubt, was der gesagt hat“, gestand die Ex-Frau von Oliver Pocher.

So funktioniert Smishing

Bei Smishing (eine Kombination aus SMS und Phishing) versenden Betrüger SMS, die aussehen, als kämen sie von der echten Bank. Sie schaffen es, dass ihre Nachrichten im echten Chat der Bank auftauchen. Hinzu kommt Social Engineering: Die Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus, erzeugen Stress („Ihr Konto ist gehackt“, „Ihr Geld ist in Gefahr“) und drängen zu schnellem Handeln. So gelingt es ihnen, an persönliche Daten zu gelangen.

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Scham und Warnung an andere

Aly war das Eingeständnis schwergefallen, weil sie als medienerfahren gilt. Doch sie sagt: „Wenn mir das passiert, kann es jedem passieren.“ Sie will andere warnen: Nicht spontan reagieren, immer die offizielle Nummer der Bank wählen – nie die aus einer SMS. Keine PIN, TAN oder vollständigen Kartendaten am Telefon preisgeben. Im Zweifel Karte sofort sperren (Notruf 116 116), Bank informieren und Anzeige erstatten. Ob tatsächlich Geld abgebucht wurde, wusste Aly zum Zeitpunkt ihres Posts noch nicht. Ihre Bank prüft noch, ob die Transaktion durchging.

Betrug hat nichts mit Naivität zu tun

Aly macht klar: Betrug hat nicht nur mit Naivität zu tun – sondern mit ausgeklügelten Tricks. Wer denkt, ihm könne das nicht passieren, ist genau die Zielgruppe. Ihr Fall zeigt, wie professionell solche Angriffe inzwischen sind und wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben.

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