Buckingham-Palast-Skandal: Ex-Prinz Andrew soll Frauen mit Geheimcode eingeschleust haben
London – Das britische Königshaus wird erneut von schwerwiegenden Enthüllungen erschüttert. Laut neuen Berichten soll der ehemalige Prinz Andrew, Herzog von York, über Jahre hinweg junge Frauen mit einem geheimen Codewort über Nebeneingänge in den Buckingham-Palast gebracht haben. Die brisanten Details stammen aus Dokumenten im Umfeld des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
Geheimes Codewort für den Zutritt
Wie die britische Zeitung „The Sun“ unter Berufung auf Palast-Insider berichtet, nutzte Andrew demnach regelmäßig eine bestimmte Formel, um den Zutritt der Frauen zu arrangieren. Er soll bei Anrufen bei den Angestellten gesagt haben: „Mrs Windsor wird in Kürze eintreffen – bitte hereinlassen und nach oben bringen.“ Für das Personal war dies offenbar ein bekanntes Signal, das bedeutete, dass Frauen über Seiteneingänge ins Gebäude geführt werden sollten – oft ohne umfassende Sicherheitskontrollen.
Eine Quelle erklärte gegenüber der Zeitung: „Es war allgemein bekannt, dass Andrew gerne junge Frauen im Buckingham Palace empfing.“ Dies sei stets über nicht einsehbare Personaleingänge erfolgt, die der Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben.
Vermittlung durch Jeffrey Epstein
In den USA veröffentlichte E-Mail-Korrespondenzen zeigen zudem, dass mehrere Frauen mit ausdrücklicher Erlaubnis von Andrew den Palast betraten, nachdem sie von seinem Freund Jeffrey Epstein vermittelt worden waren. Unter den Frauen befanden sich ein rumänisches Model Anfang 20 und eine weitere junge Frau aus Russland, die beide zu privaten Abendessen eingeladen wurden. Dies geschah zu Zeiten, als Königin Elizabeth II. sich in Balmoral Castle in Schottland aufhielt.
Epstein beschrieb das rumänische Model als „perfekt“ und teilte Andrew mit, er finde sie „wunderschön“. In einer E-Mail versprach Epstein dem Royal noch mehr Vergnügen, worauf Andrew laut Berichten eifrig mit „Ja, bitte!“ antwortete.
Forderung nach strafrechtlichen Ermittlungen
Der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown hat die Londoner Polizei aufgefordert, strafrechtliche Ermittlungen gegen den ehemaligen Herzog von York einzuleiten. Brown verwies auf E-Mails, die Vereinbarungen für 90 Flüge nach Großbritannien mit Epsteins Flugzeug, dem sogenannten Lolita Express, dokumentieren. Darunter befanden sich auch Flüge zum privaten Terminal am Flughafen Stansted.
Brown erklärte: „Ich habe die Polizei gebeten, dies im Rahmen der neuen Ermittlungen zu untersuchen. Allein aufgrund der Enthüllungen aus Stansted müssen sie Andrew befragen.“ Er fügte hinzu: „Die Beweise deuten darauf hin, dass einige Personen im Vereinigten Königreich an Menschenhandel beteiligt waren. Dies erfordert eine eingehende polizeiliche Untersuchung und ist bei weitem der größte Skandal von allen.“
Weitreichende Konsequenzen für das Königshaus
Die neuen Enthüllungen belasten das bereits angeschlagene Ansehen des britischen Königshauses zusätzlich. Die Vorwürfe gegen Andrew, der bereits in der Vergangenheit mit seiner Verbindung zu Epstein in Verbindung gebracht wurde, gewinnen durch die detaillierten Schilderungen der geheimen Palastbesuche an Gewicht. Die Forderung nach polizeilichen Ermittlungen durch einen ehemaligen Regierungschef unterstreicht die politische Dimension des Skandals.
Die britische Öffentlichkeit und Medien verfolgen die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, während das Königshaus bisher zu den jüngsten Enthüllungen geschwiegen hat. Die Frage, wie tief die Verstrickungen reichen und welche weiteren Konsequenzen für die Monarchie folgen könnten, bleibt vorerst unbeantwortet.



