Explosiver Anschlag in Hamm: Zwei Männer werfen Sprengsatz in Mehrfamilienhaus und flüchten
Anschlag in Hamm: Sprengsatz in Mehrfamilienhaus geworfen

Explosiver Anschlag in Hamm: Zwei Männer werfen Sprengsatz in Mehrfamilienhaus und flüchten

Ein rätselhaftes und gefährliches Verbrechen hat am Montagabend die Siedlung in Hamm im Ruhrgebiet erschüttert. Zwei Männer klingelten an der Haustür eines gelben Mehrfamilienhauses, warfen dann einen Gegenstand in den Flur und rannten über einen nahegelegenen Spielplatz davon. Im selben Moment detonierte der Sprengsatz mit einer gewaltigen Explosion, die das gesamte Gebäude erschütterte.

Großes Glück für die Bewohner trotz verheerender Detonation

Obwohl die Detonation mehrere Wohnungstüren aus den Angeln riss und erheblichen Sachschaden verursachte, blieben die Bewohner weitgehend unverletzt. Laut Polizei wurde nur ein Mieter leicht verletzt, bei dem der Verdacht auf eine Trommelfellverletzung besteht. Eine ältere Nachbarin, die zum Zeitpunkt der Explosion im Wohnzimmer saß, berichtet von einem gewaltigen Knall, der sie wahnsinnig erschreckte. „Kurz darauf war die Straße von Blaulichtern erhellt“, so die aufgewühlte Anwohnerin.

Zeugin beobachtet die flüchtenden Täter

Eine Frau, die gerade mit einer Freundin durch die Straße fuhr, hatte die Täter offenbar unmittelbar vor der Tat beobachtet. „Sie sah zwei dunkel bekleidete Männer von dem Haus wegrennen. Als es dann krachte, dachte sie erst, sie sei irgendwo gegen gefahren“, berichtet ein Bekannter der Zeugin. Die Polizei leitete umgehend eine großangelegte Fahndung nach den beiden Männern ein, doch von ihnen fehlte zunächst jede Spur.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Das betroffene Haus wurde sofort geräumt und beschlagnahmt. Kriminaltechniker sicherten bis in die späten Nachtstunden hinein Spuren am Tatort, während Kommissare der Kriminalpolizei systematisch alle Nachbarn befragten. Da in dem Gebäude viele Menschen aus der Ukraine wohnen, hatte sich zunächst auch der Staatsschutz eingeschaltet, um einen möglichen fremdenfeindlichen Hintergrund zu prüfen. Nach ersten Ermittlungen scheint dieser jedoch ausgeschlossen zu sein.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sprengstoffexplosion

Staatsanwältin Gülkiz Yazir aus Dortmund bestätigte, dass wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt wird. Den Tätern droht dafür eine Mindeststrafe von einem Jahr Haft. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei bitten nun dringend Personen, die Hinweise zu möglichen Tätern oder Hintergründen der Tat haben, sich bei der Polizei Dortmund zu melden. Die Ermittler hoffen auf Zeugenaussagen, die zur Aufklärung des rätselhaften Anschlags beitragen können.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration