Besorgniserregende Studie: Antisemitische Gewalt erreicht 30-Jahres-Höchststand weltweit
Antisemitische Gewalt auf 30-Jahres-Hoch

Alarmierende Entwicklung: Antisemitische Gewalt erreicht historischen Höchststand

Eine erschütternde Studie der Universität Tel Aviv offenbart eine besorgniserregende Entwicklung: Die Zahl tödlicher antisemitischer Angriffe hat weltweit einen Höchststand seit drei Jahrzehnten erreicht. Im vergangenen Jahr kamen 20 Menschen bei antisemitischen Gewalttaten und Anschlägen ums Leben. Experten warnen vor einer zunehmenden Normalisierung von Judenhass, insbesondere seit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023.

Studie dokumentiert tödliche Angriffe auf drei Kontinenten

Die jährlich erscheinende Untersuchung der israelischen Universität dokumentiert tödliche Vorfälle auf drei Kontinenten. Besonders tragisch war der Terroranschlag am Bondi Beach in Sydney im Dezember, bei dem 15 Menschen während einer Chanukka-Feier starben, darunter ein Kind. 43 weitere Personen erlitten teils schwere Verletzungen. Weitere Todesopfer gab es bei antisemitischen Angriffen in Washington, Colorado und Manchester.

In der britischen Stadt wurden im Oktober zwei Menschen vor einer Synagoge an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, getötet. Der leitende Autor der Studie, Urija Schavit, äußert sich besorgt: „Die Daten geben Anlass zur Sorge, dass antisemitische Vorfälle zunehmend zur Normalität werden.“

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Dramatischer Anstieg körperlicher Gewalt

Der Bericht verzeichnet nicht nur mehr Todesopfer, sondern auch einen deutlichen Anstieg antisemitischer Angriffe mit körperlicher Gewalt. Dazu zählen Schläge und Steinwürfe. Das Jahr 2025 war demnach das folgenschwerste seit 1994, als bei einem Bombenanschlag auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Argentinien 85 Menschen starben.

Die Zahl antisemitischer Vorfälle stieg von 1727 im Jahr 2024 auf 1750 im vergangenen Jahr. Verglichen mit 2022, als vor dem Gaza-Krieg lediglich 472 Gewalttaten registriert wurden, bedeutet dies einen enormen Anstieg. Forschungsleiter Carl Yonker erklärt: „Die meisten körperlichen Angriffe wurden von Einzeltätern verübt, was die Prävention besonders schwierig macht.“

Politische Instrumentalisierung und internationale Reaktionen

Laut der Studie werden die meisten Angriffe von Christen verübt, die der Ideologie weißer Vorherrschaft anhängen, oder von radikalen Muslimen, die Antisemitismus im Zusammenhang mit politischen Entwicklungen im Nahen Osten instrumentalisieren. Seit dem Hamas-Terror vom Oktober 2023 breitet sich Judenhass zunehmend auf Pro-Palästina-Demonstrationen aus.

Israels Staatspräsident Izchak Herzog warnte kürzlich in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem vor einer weltweiten Welle des Antisemitismus: „Ich rufe alle Staats- und Regierungschefs der Welt auf: Leere Worte werden Untätigkeit nicht kaschieren. Jetzt ist die Zeit für mutiges Handeln.“ Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, Antisemitismus mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Die Studie unterstreicht die dringende Notwendigkeit globaler Maßnahmen gegen Judenhass, bevor weitere Menschenleben gefährdet werden. Die Normalisierung antisemitischer Gewalt stellt eine ernsthafte Bedrohung für jüdische Gemeinden weltweit dar.

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