Kinderbuch-Autorin vergiftete Ehemann mit tödlichem Fentanyl-Cocktail
In einem spektakulären Mordfall in den USA wurde die Kinderbuch-Autorin Kouri R. (35) wegen der Vergiftung ihres Ehemanns mit der synthetischen Opioid-Droge Fentanyl schuldig gesprochen. Das Gericht in Park City im Bundesstaat Utah verurteilte die Schriftstellerin unter anderem wegen Mordes an ihrem 39-jährigen Ehemann Eric R. und Betrugs. Das Strafmaß soll am 13. Mai 2026 verkündet werden, wobei der Frau mindestens 25 Jahre Gefängnis drohen.
Habgier als Mordmotiv: Millionen-Erbe als Ziel
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft handelte Kouri R. aus reiner Habgier. Sie wollte das Vermögen ihres erfolgreichen Handwerker-Ehemanns erben, um damit ihre eigenen Schulden in Höhe von 4,5 Millionen Dollar zu tilgen und mit ihrem Liebhaber ein neues Leben zu beginnen. Staatsanwalt Brad Bloodworth sagte den Geschworenen: "Sie wollte Eric R. verlassen, aber nicht sein Geld zurücklassen." Die Autorin hoffte laut Anklage auf eine Erbschaft von etwa 4 Millionen Dollar.
Die Hauptverhandlung ergab, dass Kouri R. ihrem Mann im März 2022 einen tödlichen Cocktail mixte. Sie rührte ihm eine fünffache Überdosis Fentanyl in einen Moscow Mule - die sogenannte Zombiedroge tötete den 39-Jährigen. Bereits einen Monat zuvor hatte sie einen ersten Mordversuch unternommen, indem sie ihrem Ehemann ein mit Fentanyl versetztes Sandwich servierte, das er jedoch überlebte.
Zynischer Widerspruch: Trauerbuch nach dem Mord
Besonders zynisch wirkt im Fall der Kinderbuch-Autorin, dass sie ein Jahr nach dem Mord an ihrem Mann das Buch "Are You With Me?" ("Bist du bei mir?") veröffentlichte. In dem Trauerbuch für Kinder erzählt sie die Geschichte eines kleinen Jungen, dessen Vater gestorben ist, und beschreibt, wie der tote Vater als Schutzengel weiter an der Seite seines Sohnes steht.
Während Kouri R. mit diesem Buch sogar durch Talkshows tingelte, ermittelte die Staatsanwaltschaft bereits gegen sie. Die Autorin erwähnte mit keiner Zeile, dass ihre eigenen drei Kinder um ihren Vater trauerten - und dass sie selbst für seinen Tod verantwortlich war.
Weitere Vorwürfe: Urkundenfälschung und Betrug
Die Geschworenen sprachen die 35-Jährige nicht nur wegen Mordes und versuchten Mordes schuldig, sondern auch wegen Urkundenfälschung und Betrugs. Kurz vor dem Mord hatte Kouri R. eine Lebensversicherung auf ihren Ehemann abgeschlossen, was die Staatsanwaltschaft als weiteren Beleg für ihre kriminellen Absichten wertete.
Der Fall zeigt in erschreckender Weise, wie Habgier und finanzielle Motive zu tödlichen Verbrechen führen können - selbst in scheinbar intakten Familienverhältnissen. Die Verurteilung der Kinderbuch-Autorin markiert das vorläufige Ende einer tragischen Geschichte, die durch den Kontrast zwischen ihrer öffentlichen Rolle als tröstende Schriftstellerin und ihrer privaten Rolle als kaltblütige Mörderin besonders verstörend wirkt.



