Tragischer Motorradunfall auf B110: 16-Jähriger stirbt – Forderungen nach Konsequenzen
B110-Unfall: 16-Jähriger stirbt – Konsequenzen gefordert

Der tragische Tod des 16-jährigen Piet S. aus Rostock bei einem Motorradunfall auf der B110 bewegt weiterhin viele Menschen. Seine Eltern und Freunde fordern nun Konsequenzen und mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zum 17. Januar 2026, als der Jugendliche mit seiner Aprilia (125er) unterwegs war.

Der Unfallhergang

Nach Angaben der Polizei war Piet S. gegen 1:20 Uhr auf der B110 von Rostock in Richtung Sanitz unterwegs. Kurz vor dem Abzweig Groß Lüsewitz kam es zu einem Zusammenstoß mit einem nachfolgenden Nissan-SUV. Der Fahrer des SUV übersah den jungen Motorradfahrer offenbar und erfasste ihn mit hoher Geschwindigkeit. Rettungskräfte kämpften vor Ort um das Leben des 16-Jährigen, jedoch vergeblich. Der Fahrer des SUV wurde bei dem Unfall eingeklemmt und überlebte, kam aber in eine Klinik.

Ermittlungen laufen noch

Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt gegen den Fahrer des SUV wegen fahrlässiger Tötung. Ein Sachverständiger der Dekra wurde hinzugezogen, um den Unfall zu rekonstruieren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft könnten die Ermittlungen in etwa vier Wochen abgeschlossen werden, sofern die noch ausstehenden Ergebnisse eingehen. Das Unfallgutachten fehlt derzeit noch.

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Trauer und Gedenken

100 Tage nach dem Unfall versammelten sich rund 180 Motorradfahrer der Gruppe BNU („Bei Nachbarn unbeliebt“) sowie weitere Biker zu einer Gedenk- und Demonstrationsfahrt. Sie fuhren von Rostock zum Unfallort auf der B110 und gedachten Piet S. sowie anderer verstorbener Motorradfahrer. Die Eltern von Piet, Mike und Marlies, nahmen ebenfalls teil. „Es ist nichts mehr, wie es war“, sagte der Vater unter Tränen.

Forderungen der Motorrad-Gruppe

Die Gruppe BNU fordert unter anderem einen stationären Blitzer an der Unfallstelle, Freiheitsstrafen für Todesfahrer und mehr Aufmerksamkeit für Motorradfahrer. Härtere Strafen seien nicht aus Rache, sondern aus Verantwortung und zur Abschreckung notwendig. Jedes Jahr sterben deutschlandweit etwa 500 Menschen bei Motorradunfällen. Laut Statistischem Bundesamt waren es 2024 genau 513 getötete Kraftradnutzer.

Eltern fordern Gerechtigkeit

Piets Vater Mike wünscht sich ein faires Verfahren und eine vollständige Aufklärung des Unfalls. „Der Täter soll entsprechend bestraft werden“, sagt er. Die Familie hofft, dass der Unfall dazu beiträgt, die Sicherheit für Motorradfahrer zu verbessern. „Ein Kind zu verlieren, ist das Schlimmste, was es gibt“, so Mutter Marlies. Die Lücke, die der Tod ihres Sohnes hinterlassen hat, wird wohl nie ganz schließen.

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