Nach dem Brandanschlag auf das Grundstück des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner hat die Generalstaatsanwaltschaft die ausgelobte Belohnung in Höhe von 10.000 Euro zurückgezogen. Dies gab die Behörde mit Sitz in Brandenburg an der Havel in einer kurzen Mitteilung bekannt.
Ermittlungen gegen zwei Bekannte
Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nun gegen zwei Bekannte von Andreas Büttner. Die Motivlage der Verdächtigen ließen die Ermittler bislang offen. Büttner kannte die beiden Männer nach eigenen Angaben seit 2019. Unter anderem habe er 2023 mit ihnen eine Gesellschaft gegründet, die jedoch nie aktiv gewesen sei, so Büttner im April. Die Generalstaatsanwaltschaft hielt sich bislang mit weiteren Informationen zu ihren Ermittlungen bedeckt.
Anschlag auf Privatgrundstück
Am 4. Januar hatten unbekannte Täter auf dem Privatgrundstück Büttners in Templin ein Gebäude in Brand gesetzt. Es stand neben dem Wohnhaus, in dem Büttner mit seiner Familie lebt. Verletzt wurde niemand. An der Haustür des Wohnhauses wurde zudem mit roter Farbe ein Dreieck angebracht, das laut Generalstaatsanwaltschaft dem Zeichen der palästinensischen Terrororganisation Hamas entspricht. Zudem ging ein Drohbrief gegen Büttner beim Landtag in Potsdam ein.
Gespräch mit Landtagspräsidentin
Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke wollte im Zusammenhang mit dem Fall ein Gespräch mit Büttner führen, wie eine Sprecherin der Landtagsverwaltung mitteilte. Liedtke ist oberste Dienstherrin des Beauftragten, der am Landtag angesiedelt ist.



