Am Donnerstag, dem 14. Mai, findet auf dem Sportplatz in Zernin ein besonderes Fußballspiel statt. Der heimische LSV Zernin erwartet um 10.30 Uhr eine Mischung aus ehemaligen und aktuellen Spielern des TSV Bützow, um für einen guten Zweck zu kicken. Die Aktion soll Geld für Giso Boddien sammeln, einen ehemaligen Akteur beider Vereine, der nach einem schweren Schicksalsschlag krank und auf Hilfe angewiesen ist.
Schicksalsschlag am Geburtstag
Giso Boddien, 53 Jahre alt und aus Witzin, erlitt am frühen Morgen des 2. Februar 2026 eine Hirnblutung – nur zwei Tage nach seinem Geburtstag. Seine Ehefrau Peggy Boddien berichtet: „Bis zur Notoperation wurde leider viel zu viel Zeit verloren. Es ist eine Menge kaputtgegangen.“ Die Folgen sind schwerwiegend: Die rechte Körperseite ist gelähmt, das Sprechen fällt ihm noch sehr schwer. „Er ist jetzt nicht mehr der, der er einmal war“, sagt sie.
Reha und Hausumbau
Seit mehreren Wochen befindet sich Giso Boddien in Leezen in der Rehabilitation. „Das wird wohl auch noch den gesamten Mai so bleiben“, so Peggy Boddien, die ihren Mann täglich besucht – entweder vor oder nach ihrer Dienstschicht in der Pflege. Während Giso in der Reha kleine Fortschritte macht, wird in Witzin das Wohnhaus behindertengerecht umgebaut. Da Giso derzeit im Rollstuhl sitzt, wurden eine Dusche im Gäste-WC installiert, eine Tür versetzt und ein Lift eingebaut. Möglich wurde dies auch durch eine Spendenaktion, bei der über 14.000 Euro zusammenkamen. „Das Geld wurde uns schrittweise ausgezahlt“, erklärt die 49-Jährige.
Ein Versprechen in guten wie in schlechten Zeiten
Peggy und Giso Boddien sind seit sieben Jahren ein Paar und seit fünf Jahren verheiratet. Sie hält ihr Versprechen, in guten wie in schlechten Zeiten für ihren Mann da zu sein. „Ich weiß, dass mein Mann, wenn es mir so gehen würde, das Gleiche tun würde.“ Sie gibt offen zu, dass die Situation belastend ist, aber den Kopf in den Sand zu stecken kommt nicht infrage. Sie setzt große Hoffnung in die Reha, die noch einiges aus Giso herausholen soll, damit er so selbstständig wie möglich leben kann. „Das ist aber ein langwieriger Prozess“, sagt sie und ist sich bewusst, dass ein weiter, anstrengender Weg vor ihnen liegt. „Ich sage immer so gerne: Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
Aufruf zum Benefizspiel
Am 14. Mai wollen in Zernin viele ehemalige Weggefährten für Giso Boddien zusammenkommen, um ihm und seiner Familie zu helfen. Nach Abzug aller Unkosten wird der Gewinn gespendet. Jeder Besucher ist hilfreich, wenn er an diesem Tag ein paar Taler auf dem Sportplatz lässt. Der LSV Zernin und der TSV Bützow freuen sich auf zahlreiche Unterstützung.



