Betrugsmasche bei Flugumbuchungen: Frau aus Pfarrkirchen verliert 2.500 Euro
Eine junge Frau aus dem niederbayerischen Pfarrkirchen ist Opfer eines gezielten Betrugs geworden, als sie versuchte, ihren Flug in den Nahen Osten wegen des anhaltenden Iran-Kriegs umzubuchen. Die 23-Jährige verlor dabei insgesamt 2.500 Euro, nachdem sie über eine Suchmaschine auf eine gefälschte Kundenservicehotline gestoßen war.
Stornierung führt in die Betrügerfalle
Der Vorfall begann, nachdem der ursprüngliche Flug der Frau storniert worden war. Auf der Suche nach einer Lösung für ihre Reisepläne entschied sie sich, eigenständig eine Umbuchung vorzunehmen. Dabei nutzte sie eine gängige Suchmaschine, um die Kundenservicenummer ihres Buchungsportals zu finden – ein Schritt, der sich als fatal erweisen sollte.
Statt auf die legitime Hotline traf die Frau auf eine von Betrügern eingerichtete Fassade. Sie war überzeugt, mit einem echten Servicemitarbeiter zu sprechen, und gewährte der Person am anderen Ende der Leitung sogar Fernzugriff auf ihr Smartphone. Diese Handlung öffnete den Tätern Tür und Tor für ihren kriminellen Plan.
So lief der Betrug ab
Laut Polizeiangaben nutzten die unbekannten Täter den gewährten Fernzugriff, um in mehreren Transaktionen insgesamt 2.500 Euro vom Konto der Frau abzubuchen. Die Ermittlungen konzentrieren sich aktuell auf den Tatvorwurf des Leistungsbetrugs, wobei die Identität der Täter bisher nicht geklärt werden konnte.
Die Polizei warnt ausdrücklich vor solchen Betrugsmaschen, die besonders in unsicheren Zeiten wie Kriegssituationen zunehmen. Reisende sollten stets darauf achten, Kontaktinformationen nur über offizielle Kanäle der Unternehmen zu beziehen und niemals Fremden Zugriff auf ihre Geräte zu gewähren.
Was Verbraucher beachten sollten
- Immer die offiziellen Websites von Fluggesellschaften oder Buchungsportalen für Serviceanfragen nutzen
- Nie Fernzugriff auf Smartphones oder Computer gewähren, selbst wenn der Anrufer vertrauenswürdig erscheint
- Bei verdächtigen Anrufen sofort die Verbindung trennen und die Polizei informieren
- Regelmäßig Kontobewegungen überprüfen, um unberechtigte Abbuchungen frühzeitig zu erkennen
Der Fall aus Pfarrkirchen zeigt deutlich, wie Betrüger aktuelle weltpolitische Entwicklungen wie den Iran-Krieg für ihre kriminellen Machenschaften ausnutzen. Die Ermittlungen dauern an, während die Suche nach den unbekannten Tätern weitergeht.



