Betrügerische Anrufe in Ostprignitz-Ruppin: Zwei Opfer verlieren hohe Geldsummen
Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sind erneut zwei Menschen auf perfide Betrugsmaschen hereingefallen. Ein 55-Jähriger aus Neuruppin und eine 79-jährige Rentnerin aus Kyritz wurden von Trickbetrügern um beträchtliche Geldbeträge gebracht. Die Polizei warnt vor den immer wiederkehrenden Methoden der Kriminellen.
Falscher Bankmitarbeiter erschleicht Kontodaten in Neuruppin
Ein 55-jähriger Mann aus Neuruppin erhielt einen Anruf von einem angeblichen Sicherheitsmitarbeiter seiner Bank. Der Betrüger täuschte vor, dass mehrere unbekannte Abbuchungen von dem Konto des Mannes getätigt worden seien. Da dem 55-Jährigen diese Abbuchungen nicht bekannt waren, vertraute er dem Anrufer und übermittelte ihm die Zugangsdaten zu seinem Konto.
In der Folge verlor der Mann den Zugriff auf sein Konto, und eine hohe vierstellige Summe wurde abgebucht. Erst am Samstag meldete er den Vorfall der Polizei. Die Ermittler weisen darauf hin, dass Banken niemals nach solchen sensiblen Daten per Telefon fragen würden.
Schockanruf in Kyritz: Falscher Polizist täuscht Autounfall vor
In Kyritz wurde eine 79-jährige Rentnerin Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Ein vermeintlicher Polizist rief die Seniorin am Freitag an und behauptete, ihre Tochter sei in einen Autounfall verwickelt und sitze im Gefängnis. Gegen eine Kaution in einem hohen fünfstelligen Bereich könne sie wieder freikommen.
Da die Rentnerin nicht über eine derart hohe Summe verfügte, wurde ein niedriger fünfstelliger Betrag vereinbart. Die Frau erkannte die Betrugsmasche zu spät und übergab das Geld dem unbekannten Täter. Die Polizei betont, dass echte Polizeibeamte niemals per Telefon Geld fordern würden.
Polizei warnt vor wiederkehrenden Betrugsmethoden
Die Polizei im Landkreis Ostprignitz-Ruppin weist darauf hin, dass solche Betrugsmaschen leider immer wieder vorkommen. Die Täter nutzen die Verunsicherung und Sorge ihrer Opfer geschickt aus. Insbesondere ältere Menschen sind oft Ziel dieser kriminellen Machenschaften.
Wichtige Hinweise zum Selbstschutz:
- Banken und Polizei fragen niemals per Telefon nach Passwörtern, PINs oder anderen sensiblen Daten.
- Bei verdächtigen Anrufen sofort auflegen und die Nummer bei der Polizei melden.
- Im Zweifelsfall direkt bei der eigenen Bank oder der örtlichen Polizeidienststelle nachfragen.
- Familienmitglieder über solche Betrugsmaschen informieren, insbesondere ältere Angehörige.
Die Ermittlungen in beiden Fällen laufen. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung und appelliert an die Wachsamkeit aller Bürgerinnen und Bürger.



