Kölns Ultra-Chef: "Mit Kwasniok wären wir abgestiegen" - Scharfe Kritik am Ex-Trainer
Kölns Ultra-Chef: "Mit Kwasniok wären wir abgestiegen"

Kölns Ultra-Chef: "Mit Kwasniok wären wir abgestiegen"

Stephan Schell, das bekannte Gesicht und Vorsänger der Kölner Ultra-Gruppe "Wilde Horde", hat in einem aktuellen Interview deutliche Worte zum Trainerwechsel beim 1. FC Köln gefunden. Der Capo der aktiven Fanszene äußerte sich beim FC-Frühschoppen des Podcast-Formats "Dreierkette Köln" und übte scharfe Kritik am ehemaligen Trainer Lukas Kwasniok.

"Wir wären ganz tief in die Scheiße geraten"

"Ich bin restlos davon überzeugt, dass wir, wenn wir den Trainer behalten hätten, abgestiegen wären", erklärte Schell ohne Umschweife. "Mit diesem Trainer wären wir ganz tief in die Scheiße geraten. Deswegen war die Entscheidung, den Trainer zu wechseln, die richtige." Diese klaren Worte des Ultra-Bosses zeigen, wie tief die Enttäuschung über Kwasnioks Arbeit in der Fanszene verwurzelt war.

Bereits im Winter hatte sich die Stimmung gegen den Trainer zugespitzt. Die Ultras reagierten beim Auswärtsspiel in Heidenheim am 16. Spieltag mit einem offenen Protestplakat gegen Kwasniok. "Das Tischtuch zwischen Trainer und Fans war schon damals durch", erinnert sich Schell. Die Entlassung des Trainers sei daher unausweichlich gewesen: "Jetzt war der spätestmögliche Zeitpunkt, ihn zu entlassen."

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Kwasniok hatte die Kabine verloren

Ein zentraler Kritikpunkt Schells betrifft die Führungsqualitäten des Ex-Trainers. "Man kann Kompetenzen im Fachgebiet haben, wie man will, aber er hat die Kabine schon viel früher im Winter verloren", analysiert der Ultra-Chef. Bereits während des Trainingslagers in Spanien habe sich die Stimmung deutlich verschlechtert. Kwasniok sei mit seinem Verhalten und seinen Worten bei immer mehr Profis angeeckt.

Diese Einschätzung wird indirekt von Aufsichtsratsboss Lionell Souque bestätigt. Der Rewe-Chef und FC-Aufsichtsrat erklärte: "Wir diskutieren seit Dezember, wie es weitergeht." Die Vereinsführung hatte das Thema Trainerwechsel also bereits seit Monaten auf der Agenda.

Neue Hoffnung unter René Wagner

Trotz der schwierigen Situation zeigt sich Schell optimistisch für die verbleibende Saison. Die Tatsache, dass die Mannschaft bis zuletzt nicht vereint gegen den Trainer gespielt habe, spreche für den Zusammenhalt der Truppe und die Chancen auf den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Besondere Hoffnungen setzt der Ultra-Chef auf Kwasnioks Nachfolger René Wagner. Auch Aufsichtsrat Souque äußert sich positiv über den neuen Trainer: "Er war noch nie Chef. Aber jetzt hat er die Chance, zu zeigen, dass er es kann. Ich finde ihn super und bin zu 100 Prozent überzeugt, dass er das schaffen wird."

Stephan Schell, der seit Jahren als Tonangeber in der Südkurve des Rheinenergiestadions agiert und gut mit der Mannschaft vernetzt ist, bleibt damit eine wichtige Stimme in der Kölner Fußballszene. Seine deutlichen Worte zeigen, wie eng die Verbindung zwischen aktiver Fanszene und Vereinsgeschehen beim 1. FC Köln nach wie vor ist.

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