Historischer Blindgänger im Saalekreis erfolgreich unschädlich gemacht
Im Zuge von Voruntersuchungen für den Bau der Fernwärmetrasse zwischen Leuna und Leipzig stießen Arbeiter auf einen gefährlichen Fund aus vergangenen Zeiten: eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Fundort in der Nähe der Ortschaft Tollwitz bei Bad Dürrenberg erforderte umgehendes Handeln der Behörden.
Sperrkreis und Evakuierungsmaßnahmen
Um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, richtete der Saalekreis einen umfangreichen Sperrkreis ein, der weite Teile von Tollwitz umfasste. Anwohner wurden vorsorglich aus ihren Häusern gebracht, während sich die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Sachsen-Anhalt auf die schwierige Aufgabe vorbereiteten.
Fachmännische Entschärfung am Mittwochvormittag
Am Mittwochvormittag gelang den Spezialisten schließlich der entscheidende Eingriff. Gegen 10.30 Uhr konnten sie den Zünder des 250 Kilogramm schweren Sprengkörpers entfernen und damit die Bombe erfolgreich entschärfen. Die Fünf-Zentner-Bombe stellt nun keine Gefahr mehr dar, wie der Landkreis Saalekreis in einer offiziellen Mitteilung bestätigte.
Entwarnung für die Bevölkerung
Mit der geglückten Entschärfung gibt die Kreisverwaltung nun Entwarnung. Die betroffenen Anwohner können zurück in ihre Häuser kehren, und der Sperrkreis wurde aufgehoben. Diese Maßnahme unterstreicht die anhaltende Bedeutung der Kampfmittelbeseitigung auch viele Jahrzehnte nach Kriegsende, betonen die Verantwortlichen.
Der Vorfall zeigt erneut, wie Bauarbeiten in Deutschland immer wieder auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg stoßen können. Die erfolgreiche Entschärfung bei Bad Dürrenberg verlief dank der professionellen Arbeit der Experten ohne Zwischenfälle und stellt einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit in der Region dar.



