Blitzermarathon in Berlin und Brandenburg: Polizei geht verstärkt gegen Temposünder vor
Blitzermarathon in Berlin und Brandenburg gegen Temposünder

Blitzermarathon in Berlin und Brandenburg: Polizei intensiviert Kontrollen gegen Temposünder

Im Rahmen der bundesweiten „Speedweek“ führt die Polizei am Hauptaktionstag, dem 15. April, verstärkte Geschwindigkeitskontrollen in Berlin und Brandenburg durch. Diese Aktion, die unter dem Namen „Speedmarathon“ bekannt ist, zielt darauf ab, besonders gegen Geschwindigkeits- und Aggressionsdelikte im Straßenverkehr vorzugehen. Die Brandenburger Polizei beteiligt sich bereits seit mehreren Jahren an dieser Initiative, die zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen soll.

Berliner Polizei erstmals bei Speedweek dabei

Anders als in den Vorjahren nimmt in diesem Jahr erstmals auch die Berliner Polizei an der „Speedweek“ teil. Diese Aktionswoche findet jährlich im April und August statt und wird vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk Roadpool koordiniert, an dem mehrere europäische Länder beteiligt sind. Bislang hatte die Berliner Polizei argumentiert, dass sie kontinuierlich über das gesamte Jahr hinweg kontrolliere und daher keine spezielle Teilnahme notwendig sei.

Nun möchte die Polizei jedoch, wie eine Sprecherin erklärte, überprüfen, ob ihre bisherigen Erkenntnisse zu Unfallschwerpunkten und beliebten Raserstrecken noch aktuell sind oder ob Anpassungen erforderlich sind. Dies stellt eine strategische Neuausrichtung dar, um die Effektivität der Verkehrsüberwachung zu optimieren.

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Schwerpunkte der Kontrollen an unfallträchtigen Orten

Während des Blitzermarathons werden die Beamten besonders an folgenden Orten präsent sein:

  • Unfallträchtige Straßen und Kreuzungen
  • Schulwege zum Schutz von Kindern
  • Bereiche rund um Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen

Laut dem „Berliner Kurier“ sollen vor allem im Osten der Stadt mobile Blitzgeräte verstärkt aufgestellt werden. In Brandenburg sind hingegen alle Landesteile von den Kontrollmaßnahmen betroffen, was eine flächendeckende Überwachung gewährleistet.

Statistische Hintergründe zu Verkehrsunfällen

Die Notwendigkeit solcher Aktionen wird durch aktuelle Unfallzahlen unterstrichen. In Berlin gab es bis zum 7. April dieses Jahres bereits sieben Todesopfer bei Verkehrsunfällen. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Stadt 37 Verkehrstote, was einen Rückgang gegenüber 2024 mit 55 Toten darstellt. Dennoch stieg die Gesamtzahl der Unfälle in Berlin auf 137.373, was einer Zunahme von 3,01 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

In Brandenburg zeigt sich ein ähnlich besorgniserregender Trend: Die Zahl der Verkehrsunfälle aufgrund von unangepasster Geschwindigkeit stieg im letzten Jahr auf etwa 6.380, nach knapp 6.160 Unfällen im Jahr davor. Nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt damit eine der Hauptunfallursachen in Brandenburg, was die Dringlichkeit der polizeilichen Maßnahmen unterstreicht.

Die „Speedweek“ dient somit nicht nur der kurzfristigen Kontrolle, sondern auch der langfristigen Prävention, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer in der Region nachhaltig zu verbessern.

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