Vermisste 25-Jährige aus Celle: Schwager unter Verdacht des versuchten Totschlags
Celle: Schwager unter Verdacht bei Vermisstenfall

Vermisstenfall in Celle: Schwager steht unter dringendem Tatverdacht

Seit dem 11. März 2026 wird die 25-jährige Michelle H. aus Celle vermisst. Die Polizei und Staatsanwaltschaft haben nun einen konkreten Verdächtigen identifiziert: Es handelt sich um den 46-jährigen Lebensgefährten ihrer Schwester, also ihren Schwager. Gegen diesen Mann wird wegen des dringenden Verdachts auf versuchten Totschlag ermittelt.

Blutspur führt bis zur Aller – Spur verliert sich

In der Nacht zum 11. März soll Michelle H. mit einer schweren Halsverletzung aus ihrer Wohnung im Celler Hehlentorgebiet geflohen sein. Eine eindrucksvolle Blutspur von über 150 Metern Länge führt bis in die Nähe der Aller, wo sich jede Spur der jungen Frau verliert. Der Mann, der den Notruf absetzte, steht nun selbst im Fokus der Ermittlungen.

Zunächst war von einem Angehörigen die Rede, später korrigierte die Staatsanwaltschaft irrtümlich gemachte Angaben und bestätigte die Identität des Schwagers. „Die Frage, ob es zu einer Straftat gekommen ist, lässt sich anhand der bisher gewonnenen Ermittlungsergebnisse weiterhin nicht eindeutig beantworten“, erklärte Staatsanwaltschaftssprecherin Stefanie Vogler gegenüber der „Celleschen Zeitung“.

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Großangelegte Suchaktion mit Spezialkräften

Seit einer Woche läuft eine großangelegte Suchaktion:

  • Mantrailerhunde verfolgten die Spur bis zur Aller
  • Polizei, DLRG und Taucher durchsuchen Fluss und Uferbereiche
  • Leichenspürhunde sind im Einsatz
  • Boote mit Sonargeräten unterstützen die Suche

Polizeisprecherin Kristina Ommen teilte mit: „Heute ist der letzte Tag der intensiven Suchaktion.“ In der Wohnung des Verdächtigen wurde ein offenbar blutverschmiertes Küchenmesser sichergestellt, dessen Spuren aktuell forensisch untersucht werden.

Ermittlungsstand und rechtliche Situation

Der 46-jährige Schwager befindet sich nicht in Gewahrsam, da nach aktuellem Stand nur ein einfacher Anfangsverdacht vorliegt. Sollte Michelle H. nicht lebend gefunden werden, würde sich der Vorwurf von versuchtem Totschlag auf vollendeten Totschlag erhöhen.

Die Polizei zeigt sich besorgt über die geringe Anzahl an Hinweisen aus der Bevölkerung. Eine Sprecherin der Polizei Celle berichtete: „Die Hinweise bewegen sich seit Veröffentlichung der ersten Vermisstenmeldung am vergangenen Mittwoch im niedrigen zweistelligen Bereich.“

Die Ermittlungen konzentrieren sich weiterhin auf die Geschehnisse in der Wohnung und die Bewegungen der Vermissten in der kritischen Nacht. Die Angabe, dass Michelle H. die Wohnung um 3.30 Uhr verlassen haben soll, beruht bisher ausschließlich auf den Aussagen des verdächtigen Schwagers.

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