Cottbus verbietet Mähroboter nachts zum Schutz von Igeln
Cottbus erlässt Nachtfahrverbot für Mähroboter

Die Stadt Cottbus hat ein nächtliches Fahrverbot für Mähroboter erlassen, um Igel und andere Kleintiere zu schützen. Die Regelung tritt am 17. Mai in Kraft, wie die Stadt mitteilte. Demnach dürfen die automatischen Rasenmäher zwischen 30 Minuten vor Sonnenuntergang und 30 Minuten nach Sonnenaufgang nicht mehr betrieben werden. Grundlage sind die Dämmerungszeiten des Deutschen Wetterdienstes für Berlin und Brandenburg.

Gefahr für Igel und andere Tiere

Mähroboter können für Igel in der Dämmerung und nachts lebensgefährlich sein. Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat in einer Untersuchung belegt, dass der Einsatz der Geräte ein ernstes Tier- und Artenschutzproblem darstellt. Seit Oktober 2024 gilt der westeuropäische Igel laut der internationalen Roten Liste als „potenziell gefährdet“. Neben Igeln sind auch Kröten und Käfer betroffen, die in der Dämmerung auf Nahrungssuche sind und von den Maschinen verletzt oder getötet werden können.

Bundesweite Forderungen und lokale Regelungen

Der Deutsche Städtetag unterstützt Forderungen nach einem bundesweiten Nachtfahrverbot für Mähroboter. Im Internet gibt es zahlreiche Petitionsaufrufe. Bislang haben jedoch nur einige Städte wie Köln, Leipzig, Mainz, Göttingen und München eigene Regelungen erlassen. In Brandenburg hatten vor Jahren wenige kleinere Gemeinden ein solches Verbot beschlossen. Die Landeshauptstadt Potsdam setzt dagegen auf Freiwilligkeit und ruft Gartenbesitzer seit 2025 dazu auf, Mähroboter nur tagsüber einzusetzen. Dadurch ist deutschlandweit ein Flickenteppich entstanden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram