Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Bürgermeister und vier weitere Personen unter Ermittlung
Crans-Montana-Brand: Bürgermeister und vier weitere unter Ermittlung

Nach Branddrama in Crans-Montana: Ermittlungen gegen Bürgermeister ausgeweitet

Gut zwei Monate nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Schweiz hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis ihre Untersuchungen deutlich ausgeweitet. Wie nun bestätigt wurde, steht neben vier weiteren Personen auch der Bürgermeister von Crans-Montana, Nicolas Féraud, im Fokus der Ermittler. Dies berichtete zuerst die Zeitung „24 heures“ und wurde anschließend von den Behörden offiziell bestätigt.

Fahrlässige Tötung und Brandstiftung im Zentrum der Ermittlungen

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Straftatbestände der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung sowie der fahrlässigen Brandstiftung. Diese Vorwürfe gelten nicht nur für die neu ins Visier geratenen Personen, sondern auch für die bereits früher benannten Beschuldigten. Hierzu zählen die Betreiber der Bar Le Constellation, Jacques und Jessica Moretti, sowie zwei Sicherheitsverantwortliche, die für Brandschutz und Sicherheit zuständig waren oder sind.

Die Tragödie hatte sich in der Neujahrsnacht ereignet, als in der Bar Le Constellation durch funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt wurde. Bei dem verheerenden Feuer kamen 41 Menschen ums Leben und mehr als 80 Personen wurden überwiegend schwer verletzt. Die Katastrophe löste landesweit Entsetzen aus und führte zu sofortigen Konsequenzen.

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Konsequenzen und laufende Untersuchungen

In Reaktion auf das Feuerdrama hat die Schweiz umgehend Maßnahmen ergriffen. Für derartige Partyfontänen gilt nun in öffentlich zugänglichen Räumen im gesamten Land ein striktes Verbot. Dies soll ähnliche Vorfälle in Zukunft verhindern und die Sicherheit in Veranstaltungsorten erhöhen.

Die Ermittlungen gegen die Bar-Betreiber laufen indes weiter und werden nun durch die Untersuchungen gegen den Bürgermeister und die weiteren Verantwortlichen ergänzt. Die Staatsanwaltschaft betont, dass alle Aspekte des Falls gründlich geprüft werden, um die Schuldfrage zu klären und Gerechtigkeit für die Opfer und ihre Angehörigen zu gewährleisten. Die erweiterte Ermittlungstätigkeit unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der die Behörden die Aufarbeitung dieser nationalen Tragödie angehen.

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