Demokrat wirft US-Justizministerin Bondi Vertuschung bei Epstein-Akten vor
Demokrat wirft Bondi Vertuschung bei Epstein-Akten vor

Demokrat wirft US-Justizministerin Bondi Vertuschung bei Epstein-Akten vor

Der demokratische Kongressabgeordnete Jamie Raskin hat US-Justizministerin Pam Bondi schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit den Akten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gemacht. Bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus warf Raskin Bondi vor, eine "gewaltige Epstein-Vertuschung direkt aus dem Justizministerium heraus" zu betreiben.

Nur die Hälfte der angeforderten Dokumente veröffentlicht

Raskin erklärte, der US-Kongress habe das Justizministerium aufgefordert, insgesamt sechs Millionen Dokumente, Fotos und Videos aus den Epstein-Akten zu veröffentlichen. Allerdings seien bisher nur etwa drei Millionen dieser Unterlagen öffentlich gemacht worden. Der Demokrat betonte, dass es sich bei den zurückgehaltenen Dokumenten nicht nur um Duplikate handle, sondern um wesentliches Material.

Das Justizministerium hatte Ende des vergangenen Monats etliche weitere Ermittlungsakten zum Fall Epstein veröffentlicht und dabei erklärt, die Sichtung und Überprüfung der Unterlagen sei damit abgeschlossen. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche hatte damals betont, das Ministerium sei seiner Verpflichtung nachgekommen.

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Bondi weist Vorwürfe zurück

Justizministerin Pam Bondi wies die Vorwürfe während der Anhörung zurück und verteidigte die Arbeit ihres Ministeriums. Sie betonte, dass alle relevanten und rechtlich zulässigen Dokumente veröffentlicht worden seien und dass der Prozess transparent abgelaufen sei.

Die Epstein-Akten beschäftigen die US-Politik seit Jahren. Jeffrey Epstein, ein verurteilter Sexualstraftäter, war 2019 in einer New Yorker Haftzelle unter umstrittenen Umständen gestorben. Die Akten enthalten Informationen über seine Kontakte zu zahlreichen prominenten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung.

Raskin kündigte an, dass der Kongress die Angelegenheit weiter verfolgen werde. "Die amerikanische Öffentlichkeit hat ein Recht auf vollständige Transparenz in dieser Angelegenheit", sagte der Demokrat. Er forderte die umgehende Veröffentlichung aller noch zurückgehaltenen Dokumente.

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