Bundespolizei ertappt Diesel-Schmuggler an der Grenze bei Pomellen
An der Autobahn 11 zwischen Stettin und Berlin hat die Bundespolizei zwei Männer beim Schmuggeln von Dieselkraftstoff gestoppt. Die Tatverdächtigen, ein 41- und ein 34-Jähriger aus Polen, wurden am Montag in Pomellen im Landkreis Vorpommern-Greifswald bei der Einreise aus Polen kontrolliert.
Illegale Ladung in Plastikkanistern entdeckt
In ihrem Kleinlaster, einem Iveco, fanden die Beamten zwölf Plastikkanister mit jeweils 30 Litern Dieselkraftstoff. Insgesamt handelte es sich somit um 360 Liter Treibstoff, die nicht ordnungsgemäß deklariert waren. Die Bundespolizei wertete dies sofort als Schmuggel und übergab die Kanister sowie die beiden Männer an den Zoll zur weiteren Bearbeitung.
Preisgefälle als Motiv für den Schmuggel
Hintergrund dieser illegalen Aktivität ist das deutliche Preisgefälle bei Kraftstoffen zwischen Polen und Deutschland. Aktuell können die Preisunterschiede an Tankstellen zeitweise bis zu 50 Cent pro Liter Diesel betragen. Bei den beschlagnahmten 360 Litern ergibt sich somit eine potenzielle Ersparnis von bis zu 180 Euro, wenn der Diesel in Polen statt in Deutschland gekauft wird.
Für private Zwecke sind lediglich kleinere Mengen erlaubt, die ohne zusätzliche Verzollung nach Deutschland gebracht werden dürfen. Die hier transportierte Menge überschritt diese Grenze deutlich und wurde daher als Steuerhinterziehung eingestuft.
Rechtliche Konsequenzen für die Täter
Die beiden polnischen Staatsbürger müssen sich nun wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung verantworten. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, illegale Schmuggelaktivitäten an den EU-Binnengrenzen zu unterbinden, insbesondere bei hohen Preisunterschieden, die solche Straftaten begünstigen.



