Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeichnet den Kabarettisten Dieter Nuhr (56) mit seiner höchsten Auszeichnung aus. Der Leo-Baeck-Preis würdigt Nuhrs entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus in der Medienlandschaft, wie der Zentralrat in Berlin mitteilte. Nuhr setze sich mit herausragender Klarheit gegen Judenfeindlichkeit ein.
Nuhrs Rolle als Kabarettist gewürdigt
Präsident Josef Schuster erklärte, Nuhr nutze seine Rolle als Kabarettist und seine Plattform im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, um konsequent Doppelstandards in der deutschen Debatte um Israel offenzulegen. Mit seinen Beiträgen setze er einen Kontrapunkt zu antisemitischen Narrativen und positioniere sich klar an der Seite jüdischen Lebens.
Verleihung im Juni in Berlin
Die Auszeichnung soll Nuhr am 10. Juni in Berlin verliehen werden. Die Laudatio wird der Autor Ahmad Mansour halten. Der Preis erinnert an den Rabbiner Leo Baeck (1873–1956). Frühere Preisträger sind unter anderem die Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie die ehemalige Kanzlerin Angela Merkel.
Der seit 1957 vergebene Leo-Baeck-Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Der Zentralrat der Juden betont, dass Nuhrs Engagement ein wichtiges Signal gegen Antisemitismus sei und die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland stärke.



