Drittes Leichenteil an Weser entdeckt: Rätsel um Toten in Trekkingschuhen
Drittes Leichenteil an Weser: Rätsel um Toten in Trekkingschuhen

Drittes Leichenteil an Weser gefunden: Rätsel um unbekannten Toten

Die Polizei in Hameln steht vor einem ungelösten Kriminalfall, der seit Monaten die Region beschäftigt. An der Weser wurden insgesamt drei menschliche Leichenteile entdeckt, die zu ein und derselben Person gehören sollen. Der Tote wurde bis heute nicht identifiziert und ist in keiner Vermisstendatei verzeichnet.

Die Funde an der Weser

Alles begann am 4. Juli 2025, als ein Arbeiter am Rechen der Pfortmühle in Hameln einen skelettierten menschlichen Unterschenkel entdeckte. Am Fuß befand sich noch ein Trekkingschuh. Nur wenige Wochen später, am 19. August 2025, stieß ein Spaziergänger bei Ohr im Uferbereich der Weser auf einen weiteren Unterschenkel – ebenfalls mit Schuh. Durch DNA-Analysen konnte bestätigt werden, dass beide Körperteile von einem Mann stammen.

Anfang 2026 folgte der dritte Fund: Eine Zeugin entdeckte auf einem Feld im Überschwemmungsgebiet bei Grohnde, nahe des Weserufers, einen größeren Knochen. „Nach erster rechtsmedizinischer Einschätzung handelt es sich um einen menschlichen Beckenknochen“, erklärte Polizeisprecherin Stefanie Ockenfeld. Ob dieser Knochen zu den bereits gefundenen Unterschenkeln gehört, soll eine weitere DNA-Analyse klären. Das Ergebnis steht derzeit noch aus.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Der einzige greifbare Hinweis: Trekkingschuhe

Bislang stellen die Trekkingschuhe den einzigen konkreten Anhaltspunkt in den Ermittlungen dar. An den skelettierten Füßen wurden Schuhe der Marke „Landrover“ gefunden, die zwischen 2016 und 2018 produziert und verkauft wurden. Die genaue Schuhgröße war nicht mehr ablesbar, doch die Ermittler gehen von Größe 42 bis 44 aus.

Die Polizei hat umfangreiche Recherchen angestellt:

  • Das Genmaterial des unbekannten Mannes wurde in der nationalen und europäischen Vermisstendatei abgeglichen
  • Vergleiche in der Datei für unbekannte Tote und der DNA-Analyse-Datei blieben ohne Treffer
  • Anfragen an osteuropäische Behörden erbrachten keine Ergebnisse
  • Sämtliche Vermisstenfälle zwischen Oktober 2016 und Juli 2025 entlang der Weser wurden überprüft

Offene Fragen und weitere Ermittlungen

An den skelettierten Unterschenkeln konnten die Ermittler keine Hinweise auf Gewalteinwirkung feststellen. Dennoch bleibt die Todesursache ohne den restlichen Körper ungeklärt. Die Polizei sucht weiter nach Zeugen und Hinweisen, die zur Identifizierung des Toten führen könnten.

Der Fall beschäftigt nicht nur die Ermittlungsbehörden, sondern wirft auch Fragen zur Sicherheit entlang der Weser auf. Die genauen Umstände, wie die Leichenteile in das Flussgebiet gelangten, bleiben vorerst mysteriös.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration