Geheime Pläne: Epstein wollte Musiklabel für Frauenkontakte nutzen
Neue Dokumente aus den Akten des US-Justizministeriums enthüllen weitere schockierende Details über das Netzwerk des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Laut den Unterlagen erwog der 2019 verstorbene Epstein (†66) ein Investment in das damalige Musik-Imperium EMI – nicht primär aus geschäftlichem Interesse, sondern offenbar um gezielt Zugang zu Frauen zu erhalten.
Der Buchstabe 'P' als frauenverachtender Code
In einer E-Mail aus dem Jahr 2010 schreibt Epsteins enger Vertrauter David Stern (48) über das angeschlagene Musiklabel: „Troubled industry but related to P.“ („Angeschlagene Branche, aber verbunden mit P.“). Laut den Unterlagen des US-Justizministeriums verwendete Epstein systematisch den Buchstaben „P“ als Code für Frauen. US-Medienberichte deuten darauf hin, dass es sich dabei um eine Abkürzung für den vulgären englischen Begriff „Pussy“ handelte.
Die Dokumente zeigen ein verstörendes Muster: Zu Geburtstagen und zum Neujahr wünschte Stern Epstein regelmäßig „viel P“. In einer weiteren Nachricht bot Stern an, Karten für eine Modenschau zu organisieren, damit Epstein dort „chinesische P begutachten“ könne. Diese frauenverachtende Sprache durchzieht die gesamte Korrespondenz.
Verbindungen zur britischen Politik und Modewelt
In den E-Mails zum geplanten EMI-Deal taucht auch der britische Politiker Lord Peter Mandelson (72) auf, der damals als Wirtschaftsminister amtierte. Epstein fragte laut den Dokumenten, ob man Mandelsons Hilfe benötige, und kontaktierte den Politiker später offenbar direkt bezüglich des EMI-Investments. Mandelson wurde im September 2025 von seinem Posten als Botschafter Großbritanniens in den USA entbunden und ist vor kurzem aus der Labour-Partei ausgetreten.
Die Unterlagen zeigen zudem Epsteins Bestrebungen, Einfluss in der Modewelt zu gewinnen. Im Zentrum dieser Aktivitäten stand der französische Agent Jean-Luc Brunel (†76), dem Ermittler vorwerfen, junge Frauen über Modeljobs an Epstein vermittelt zu haben.
Das Ende des EMI-Deals
Aus dem geplanten Investment in das legendäre Musiklabel, das mit Künstlern wie den Beatles Musikgeschichte schrieb, wurde letztlich nichts. Im Februar 2011 übernahm die US-Bank Citigroup die Kontrolle über EMI, das anschließend zerschlagen wurde: Das Musikgeschäft ging an Universal Music, das Verlagsgeschäft an ein Konsortium um Sony.
Die neuen Enthüllungen werfen ein weiteres Schlaglicht auf das systematische Vorgehen Epsteins und seines Netzwerks. Sie zeigen, wie geschäftliche Aktivitäten gezielt genutzt wurden, um Zugang zu potenziellen Opfern zu erhalten – ein Muster, das sich durch verschiedene Branchen zog.



