Epsteins „Zorro-Ranch“ durchsucht: Verdacht auf Mord und illegale Experimente
Ermittler durchsuchen Epsteins Ranch – Mordverdacht

Neue Ermittlungen auf Epsteins geheimnisvoller Ranch

Knapp sieben Jahre nach dem Tod des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66) gibt es neue Entwicklungen in dem spektakulären Fall. US-Ermittler haben am Montag mit einer großangelegten Durchsuchung seiner berüchtigten „Zorro Ranch“ im Bundesstaat New Mexico begonnen. Das Justizministerium von New Mexico bestätigte, dass die Aktion Teil laufender strafrechtlicher Ermittlungen ist, die bereits im Februar eingeleitet wurden.

Abgelegene Hochwüste als Schauplatz

Die Ranch liegt abgeschieden in einer kargen Hochwüste südlich von Santa Fe und erstreckt sich über gigantische 3000 Hektar Land. Die nächsten Nachbarn sind meilenweit entfernt, was dem Anwesen eine besondere Isolation verleiht. Im Vergleich zu Epsteins bekannteren Häusern in New York oder auf seiner Privatinsel „Little Saint James“ galt die „Zorro Ranch“ lange als eines seiner weniger beachteten Besitztümer.

Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig. Dokumente aus den Epstein-Files, die das US-Justizministerium Ende Januar veröffentlichte, erwähnen das Gelände laut einem Bericht der „New York Times“ tausendfach. Mehrere Opfer berichteten, sie seien auf die Ranch gebracht worden, was auf systematische Aktivitäten vor Ort hindeutet.

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Düstere Hinweise auf Verbrechen

Noch beunruhigender sind andere Details aus den Ermittlungsakten. Aus E-Mail-Verläufen geht hervor, dass Epstein möglicherweise den Tod zweier missbrauchter Mädchen vertuscht und ihre Leichen in den Hügeln rund um seine Ranch vergraben haben könnte. Diese grausame Möglichkeit wird nun von den Ermittlern ernsthaft geprüft.

Darüber hinaus soll der Milliardär darüber nachgedacht haben, das Gelände zu einem Hauptquartier für ungewöhnliche gentechnische Experimente auszubauen. Diese Pläne werfen zusätzliche Fragen über die wahren Aktivitäten auf dem abgelegenen Anwesen auf.

Frühere Ermittlungen wurden eingestellt

Bereits 2019 hatte der damalige Generalstaatsanwalt von New Mexico Ermittlungen zu möglichen Straftaten Epsteins auf dem Gelände eingeleitet. Laut Medienberichten wurden diese Untersuchungen jedoch später wieder eingestellt, ohne zu konkreten Ergebnissen zu führen. Die aktuellen Durchsuchungen stellen somit einen neuen Anlauf dar, um mögliche Verbrechen aufzuklären.

Neuer Besitzer mit anderen Plänen

Inzwischen hat die Ranch einen neuen Eigentümer: Don Huffines (67), ein Immobilienunternehmer aus Dallas und ehemaliger Senator. Er kündigte kürzlich auf der Plattform X an, das Anwesen in ein christliches Exerzitienhaus umwandeln zu wollen – einen Ort der Stille und Besinnung. Dazu hat er die Ranch bereits in „San Rafael Ranch“ umbenannt.

Über dem neuen Eingangstor soll künftig der Spruch „Gesegnet sind, die kommen im Namen des Herrn“ stehen. Der Unternehmer, der derzeit für das Amt des Rechnungsprüfers von Texas kandidiert, möchte damit offenbar einen radikalen Imagewandel für das umstrittene Gelände erreichen.

Die aktuellen Ermittlungen zeigen jedoch, dass die dunkle Vergangenheit der Ranch noch lange nicht aufgearbeitet ist. Die Durchsuchungen könnten neue Erkenntnisse über Epsteins Aktivitäten in New Mexico bringen und möglicherweise bisher unbekannte Verbrechen ans Licht bringen.

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