Vom Blaulicht zum Rotlicht: Ex-Polizistin (22) übernimmt Management in Österreichs größtem Bordell
Es klingt nach einem radikalen Seitenwechsel, doch für Sarah Omari (22) ist es eine Rückkehr in den Schoß der Familie. Die junge Österreicherin hat ihren Dienst als Polizeiinspektorin im Außendienst beendet, um nun das Management im größten Bordell des Landes zu übernehmen. Der Saraya Club in Wien, mit einer Fläche von 7000 Quadratmetern und bis zu 50 Sexarbeiterinnen, steht jetzt unter ihrer Leitung.
Vom Streifendienst zur Bordell-Chefin
Sarah Omari begann ihre Karriere mit 18 Jahren bei der Polizei, zu einer Zeit, als ihr Vater Fahim Omari noch in der Gastronomie tätig war. Nach einer zweijährigen Ausbildung ging es für sie auf Streife, doch die Realität des Polizeialltags enttäuschte sie. „Ehrlich gesagt, habe ich mir die Arbeit bei der Polizei etwas schöner vorgestellt. Die ganzen Überstunden haben den Job dann aber oft recht zach gemacht“, erklärte sie in einem Interview. Der österreichische Begriff „zach“ bedeutet dabei so viel wie mühsam oder zäh.
Im Vergleich dazu sieht sie Vorteile in ihrer neuen Position als Bordell-Managerin. „Ich muss zum Beispiel keine Überstunden mehr machen und wenn ich Urlaub haben will, geht es jetzt schneller und einfacher“, so die 22-Jährige. Ihre Aufgaben umfassen nun die Verwaltung und Anmeldung der Sexarbeiterinnen, wobei sie betont, dass ihre polizeiliche Vergangenheit dem Geschäft sogar zugutekommt.
Familienbetrieb und berufliche Neuorientierung
Der Wechsel war für Sarah Omari keine leichte Entscheidung. „Ich habe über die Entscheidung wirklich lange und intensiv nachgedacht und freue mich nun über meine neue Aufgabe“, sagte sie. Ihr Vater Fahim Omari ist Geschäftsführer des Saraya Clubs, was den Schritt in das Familienunternehmen erklärt. Trotz des ungewöhnlichen Berufswegs betont sie ihre Verantwortung: „Aufgrund meiner Vergangenheit lege ich einen großen Wert darauf, dass keine Kriminalität in der Rotlichtbranche zustande kommt.“
Der Saraya Club gilt als das größte Bordell Österreichs und bietet auf seiner weitläufigen Fläche Platz für bis zu 50 Frauen. Sarah Omari sieht ihre neue Rolle als Chance, ihre Erfahrungen aus dem Polizeidienst in die Branche einzubringen und für Ordnung und Sicherheit zu sorgen.
Ihre Geschichte wirft Fragen nach beruflicher Zufriedenheit und Familienbindung auf, zeigt aber auch, wie unkonventionelle Karrierewege heute möglich sind. Von der Streifenbeamtin zur Managerin in der Rotlichtbranche – ein Schritt, der sowohl persönliche als auch berufliche Gründe hat.



