Wöllstein (Rheinland-Pfalz) – Am Montagmorgen kam es in der Justizvollzugsanstalt Rohrbach zu einem dramatischen Brand. Gegen 6 Uhr brach in einer Zelle plötzlich ein Feuer aus, das sich rasch ausbreitete. Dichte Rauchschwaden zogen durch die Haftanstalt, in der sowohl weibliche als auch männliche Gefangene untergebracht sind. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte wurden sofort alarmiert.
Rettungsaktion läuft auf Hochtouren
Als die Einsatzkräfte eintrafen, war die Rettung bereits in vollem Gange: Ein Insasse konnte von Justizbeamten rechtzeitig ins Freie gebracht werden. Drei weitere Personen wurden von der Feuerwehr aus dem verqualmten Gebäude gerettet. Insgesamt erlitten acht Menschen Verletzungen.
Acht Verletzte – Hubschraubereinsatz
Vier der verletzten Inhaftierten wurden in Krankenhäuser nach Bad Kreuznach und Alzey gebracht. Besonders kritisch war der Zustand einer weiblichen Häftlings: Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 77“ in die BG Unfall-Klinik Ludwigshafen geflogen, einem Spezialzentrum für Schwerbrandverletzte. Zudem ließen sich vier Mitarbeiter der JVA vorsorglich ärztlich untersuchen.
Dutzende Feuerwehrkräfte im Einsatz
45 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort, um den Brand zu löschen und weitere Schäden zu verhindern. Die Brandursache ist noch unklar. Es wird jedoch geprüft, ob die Insassin, in deren Zelle das Feuer ausbrach, dieses selbst gelegt haben könnte. Die Ermittlungen dauern an.
Auswirkungen auf Gerichtsverhandlungen
Der Brand hatte sogar Folgen über die Gefängnismauern hinaus: Am Landgericht Mainz begannen einige Prozesse später als geplant. Grund dafür war, dass Untersuchungshäftlinge aus der JVA Rohrbach nicht rechtzeitig zum Gericht transportiert werden konnten. Die Justizbehörden arbeiten daran, die Verzögerungen so gering wie möglich zu halten.



