Ray Lange, ein freiwilliger Feuerwehrmann aus dem sächsischen Taucha, hat nach 34 Jahren im Dienst sein Ehrenamt niedergelegt. Der Grund: Er wurde während eines Feuerwehreinsatzes geblitzt und erhielt anschließend ein Bußgeldverfahren.
Hintergrund des Falls
Der 56-jährige Lange war auf dem Weg zu einem Einsatz, als er die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritt. Ein Blitzerfoto hielt den Verstoß fest. Wenige Wochen später flatterte der gelbe Brief vom Ordnungsamt ins Haus. Trotz seiner Erklärung, dass es sich um einen Einsatz handelte, blieb die Behörde hartnäckig.
Reaktion des Feuerwehrmanns
Lange zeigt sich enttäuscht über die Bürokratie. „Ich habe mein Leben lang für die Gemeinschaft gebrannt, aber so etwas nimmt einem die Lust“, sagte er. Er legte sein Amt nieder, da er das Gefühl hatte, dass sein Einsatz nicht wertgeschätzt werde.
Rechtliche Lage
Nach deutschem Recht sind Einsatzfahrzeuge bei Sonderrechten von Geschwindigkeitsbegrenzungen befreit, jedoch nur unter bestimmten Bedingungen. Im Fall von Lange prüft die Behörde, ob die Voraussetzungen vorlagen. Ein Anwalt für Verkehrsrecht erklärte, dass solche Fälle oft im Ermessen der Verwaltung liegen.
Auswirkungen auf die Feuerwehr
Der Vorfall hat in der Feuerwehrgemeinschaft für Unmut gesorgt. Viele Kameraden solidarisieren sich mit Lange und kritisieren die mangelnde Unterstützung durch die Behörden. Der Löschzug in Taucha verliert mit Lange einen erfahrenen Brandbekämpfer.
Fazit
Der Fall zeigt, wie Bürokratie ehrenamtliches Engagement beeinträchtigen kann. Es bleibt abzuwarten, ob das Bußgeldverfahren eingestellt wird oder ob Lange seinen Dienst doch wieder aufnimmt.



