Gefährliche Gitter-Streiche in Torgelow: Polizei ermittelt gegen Jugendlichen
Gefährliche Gitter-Streiche: Polizei ermittelt gegen 16-Jährigen

In Torgelow im Landkreis Vorpommern-Greifswald haben Unbekannte in mehreren Nächten eiserne Gitter der Straßenentwässerung aus den Schächten gehoben und auf die Fahrbahn gelegt. Diese Aktion hätte tödlich enden können. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden zwischen Samstag und Montag im Norden der Kleinstadt mindestens drei Fahrzeuge beschädigt, die mit den Ablaufgittern kollidierten. Der Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.

Polizei ermittelt gegen 16-Jährigen

Die Polizei hat einen 16-jährigen Tatverdächtigen sowie mehrere Komplizen, deren Namen noch ermittelt werden, im Visier. Ihnen wird gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen. In der Nacht zu Sonntag mussten die Beamten mehrfach in die Karlsfelder Straße und angrenzende Straßen ausrücken. Gegen 00.50 Uhr fuhr ein 63-jähriger Autofahrer gegen einen solchen eisernen Deckel. Die Polizei setzte die ersten Deckel wieder in ihre Schächte ein. Knapp zwei Stunden später gab es einen weiteren Hinweis: In drei verschiedenen Straßen waren noch mehr Gitter herausgehoben und liegengelassen worden. Eine 23-jährige Autofahrerin kollidierte mit einem Deckel und erlitt einen Materialschaden.

Weitere Vorfälle und hoher Schaden

Wieder zwei Stunden später wurden erneut Jugendliche gemeldet, die die gleichen gefährlichen Praktiken ausübten. Bereits am Samstagabend war ein Autofahrer in der Karlsfelder Straße gegen einen der Deckel gefahren, wobei ein Schaden von rund 2000 Euro entstand. Insgesamt wurden etwa 20 Deckel aus den Verankerungen gehoben und als Hindernisse abgelegt. Die Polizei betont, dass das Entfernen solcher Eisendeckel kein Streich mehr sei, sondern äußerst gefährlich, da bei Unfällen mit den Gittern und offenen Schächten Menschen verletzt oder getötet werden können.

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Zeugen werden gebeten, Hinweise unter der Telefonnummer 039771 82-0 an das Polizeirevier Ueckermünde, über die Onlinewache des Landes Mecklenburg-Vorpommern oder jede andere Polizeidienststelle zu melden.

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