Geiselnahme in Volksbankfiliale in Sinzig
In einer Volksbankfiliale in Sinzig haben Kriminelle Geiseln genommen. Die Polizei hat bislang keine Hinweise auf Verletzte oder Tote. Vorsichtshalber wird eine Rettungsstation aufgebaut. Die Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.
Polizei: Keine Hinweise auf Verletzte
Der Sprecher des Polizeipräsidiums Koblenz, Jürgen Fachinger, erklärte am Mittag, dass die Polizei nach bisherigen Erkenntnissen nicht davon ausgehe, dass Kunden der Bank unter den Geiseln seien. Nähere Angaben zu den Geiseln machte er nicht. Bei einer der Geiseln handelt es sich nach Polizeiangaben um den Fahrer eines Geldtransporters. „Es gibt keine Hinweise auf Verletzte oder Tote, und wir hoffen, dass es auch so bleibt“, sagte der Sprecher.
Spezialkräfte und Verhandlungsgruppe vor Ort
Spezialkräfte der Polizei seien vor Ort, ebenso eine Verhandlungsgruppe. „Die Maßnahmen laufen jetzt. Es ist nach außen hin so, als ob sich nicht so viel tut. Aber natürlich laufen unsere Maßnahmen. Da können wir auch leider nicht mehr ins Detail gehen“, so Fachinger. Er äußerte sich nicht dazu, ob Kontakt zu den Geiselnehmern besteht.
Alarmierung und Sperrzone
Die Polizei wurde gegen 9.00 Uhr über die Tat informiert. Bei der Geiselnahme in der Volksbankfiliale geht die Polizei von mehreren Tätern und Geiseln aus. Das Gebiet rund um die Bankfiliale mitten in Sinzig wurde weiträumig abgesperrt. Sinzig liegt im Kreis Ahrweiler, etwa 35 Autokilometer nordwestlich von Koblenz und rund 25 Kilometer südlich von Bonn.
Lage statisch – Rettungsstation aufgebaut
„Der Einsatz läuft nach wie vor, die Lage ist statisch. Es handelt sich um eine Geiselnahme, das kann dauern“, sagte der Polizeisprecher. Die Polizei bat darum, keine ungeprüften Informationen über die sozialen Medien zu verbreiten. Im Pfarrheim St. Peter wurde am Mittag eine Rettungsstation aufgebaut. Es werden rollbare Liegen vorbereitet. Vor dem improvisierten Lager stehen Autos des Katastrophenschutzes Ahrweiler und des DRK. Einsatzkräfte bereiten sich auf den Ernstfall vor. Einem Sprecher zufolge handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Er sprach von einem Verbands- beziehungsweise Behandlungsplatz.
Keine Gefahr für Bevölkerung außerhalb Sperrzone
Für die Bevölkerung außerhalb des abgesperrten Gebiets bestehe keine Gefahr. Innerhalb der Sperrzone befänden sich Bewohner in ihren Häusern, die sie nicht verlassen sollten. Dann gebe es auch für sie keine Gefahr.



