Tragischer Wohnungsbrand in Germering: Verstorbener legte Feuer selbst
Bei einem verheerenden Wohnungsbrand in Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck ist ein 59-jähriger Mann ums Leben gekommen. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat nach intensiven Ermittlungen und einer abschließenden Untersuchung des Brandortes nun bestätigt, dass es sich bei dem Vorfall um eine vorsätzliche Brandlegung handelt, die aller Wahrscheinlichkeit nach durch den Verstorbenen selbst verübt wurde.
Brandermittler finden klare Hinweise
Brandermittler der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck haben gemeinsam mit einem Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes den Brandort im Stadtteil Unterpfaffenhofen erneut und abschließend untersucht. Dabei stießen die Experten auf Reste von Brandbeschleunigern sowie auf zwei separate Brandherde. Diese Funde lassen nach Angaben der Polizei zweifelsfrei den Schluss zu, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde.
Die Polizei teilte am Mittwoch mit: "Sodass nun im Gesamtergebnis zweifelsfrei von einer vorsätzlichen Brandlegung ausgegangen werden muss." Die auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München II durchgeführte Obduktion ergab zudem, dass der Tote infolge des Brandes durch Hitzeeinwirkung verstarb und eindeutig als der 59-jährige Bewohner der Dachgeschosswohnung identifiziert werden konnte.
Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Das Feuer war bereits am Sonntag, dem 28. Februar, gegen 21 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in Germering ausgebrochen und wurde über Notruf gemeldet. Die sofort eintreffenden Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Germering und Germering-Unterpfaffenhofen evakuierten das Gebäude umgehend und begannen mit den Löschmaßnahmen. Durch ihr schnelles und entschlossenes Handeln konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen verhindert werden.
Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer in der Dachgeschosswohnung des Gebäudes aus. Dort entdeckten die Einsatzkräfte auch eine leblose männliche Person, die nur noch tot geborgen werden konnte. Alle anderen Bewohner, die sich zum Zeitpunkt des Brandes im Haus aufhielten, konnten das Gebäude rechtzeitig und unverletzt verlassen.
Ermittlungen abgeschlossen
Die Polizei fasste die Ermittlungsergebnisse zusammen: "Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Verstorbene den Brand selbst herbeiführte." Der durch das Feuer entstandene Sachschaden wird vorläufig auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat ihre Ermittlungen zur Todesursache und zur Identifizierung der verstorbenen Person damit weitgehend abgeschlossen.
Der tragische Vorfall wirft viele Fragen auf und hinterlässt in der Germeringer Gemeinschaft Bestürzung. Die schnelle Reaktion der Feuerwehr verhinderte jedoch eine noch größere Katastrophe und schützte die Nachbarn des Mehrfamilienhauses vor weiteren Schäden.



