Goldbetrug im Harzkreis: Seniorinnen verlieren 135.000 Euro und hohe Geldsummen
Goldbetrug im Harzkreis: Seniorinnen um 135.000 Euro betrogen

Goldbetrug im Harzkreis: Seniorinnen verlieren 135.000 Euro und hohe Geldsummen

Im Harzkreis reißt eine Serie von Betrugsfällen gegen Seniorinnen nicht ab. Innerhalb von nur zwei Tagen wurden zwei hochbetagte Frauen um erhebliche Vermögenswerte gebracht. Die Polizei sucht nun intensiv nach den skrupellosen Tätern und hat ein Phantombild eines mutmaßlichen Goldabholers veröffentlicht.

90-Jährige aus Quedlinburg verliert Gold im Wert von 135.000 Euro

Am 19. Februar 2026 schlugen die Betrüger in der Straße „An der Bode“ in Quedlinburg zu. Nach Angaben von Polizeisprecherin Julia Heitmann begann der Betrug mit einem anonymen Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters zwischen 12 und 16.30 Uhr. Dieser informierte die 90-jährige Seniorin über angebliche Unregelmäßigkeiten bei einer Überweisung.

Im Gespräch kam das Thema Gold zur Sprache, woraufhin die Frau vermutlich über ihren Edelmetallbesitz plauderte. Der angebliche Bankbeschäftigte erkundigte sich daraufhin nach der sicheren Verwahrung des Goldes. Kurz nach diesem Telefonat meldete sich eine Frau, die sich als Polizistin ausgab. Sie behauptete, die Seniorin sei Opfer von Betrügern geworden und das Gold müsse sicherheitshalber in polizeiliche Verwahrung genommen werden.

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Daraufhin erschien ein Mann an der Wohnung der 90-Jährigen, dem sie ein Kilogramm Gold – aktuell rund 135.000 Euro wert – aushändigte. Die Polizei sucht nun mit einem detaillierten Phantombild nach diesem Goldabholer.

82-Jährige aus Halberstadt übergibt 7.000 Euro an Betrüger

Bereits einen Tag zuvor, am 18. Februar 2026, hatte möglicherweise dieselbe Tätergruppe in Halberstadt zugeschlagen. Hier wurde eine 82-jährige Seniorin um einen vierstelligen Geldbetrag betrogen. Die Täter spielten im Telefonat auf Falschgeld an, das überprüft werden müsse. Daraufhin händigte die Frau einem unbekannten Mann knapp 7.000 Euro aus.

In beiden Fällen wird der flüchtige Geld- und Goldabholer als Mann mit gelockten Haaren beschrieben. In Halberstadt schätzen Zeugen sein Alter auf etwa 30 Jahre. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass es sich um dieselbe Tätergruppe handeln könnte, die systematisch Seniorinnen im Harzkreis ausnutzt.

Polizei warnt und bittet um Zeugenhinweise

Die Polizei gibt klare Verhaltenstipps für den Umgang mit verdächtigen Anrufen:

  • Niemals Details zu Finanzen oder Edelmetallbesitz am Telefon preisgeben
  • Bei derartigen Anrufen Verwandte, Freunde oder Nachbarn zu Rate ziehen
  • Von angeblichen Boten immer Dienst- oder Personalausweise zeigen lassen
  • Einen Kontrollrückruf bei der eigenen Bank durchführen

Die Ermittler fahndet intensiv nach dem Mann und hoffen in beiden Fällen auf Zeugenhinweise. Personen mit relevanten Informationen werden gebeten, sich telefonisch unter 03941/674293 an das Polizeirevier in Halberstadt zu wenden. Die Betrugsserie zeigt, wie wichtig Wachsamkeit im Umgang mit unbekannten Anrufern ist, insbesondere für ältere Menschen.

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