Nürburgring-Desaster für Max Verstappen: Triumph wird zur Disqualifikation
Was als triumphaler Tag für Max Verstappen auf dem legendären Nürburgring begann, endete in bitterer Enttäuschung. Der niederländische Formel-1-Star, der sich mit einem Gaststart in der Nürburgring Langstrecken-Serie Abwechslung vom Grand-Prix-Alltag verschaffen wollte, sah seinen hart erkämpften Sieg nachträglich aberkannt.
Dominante Vorstellung mit bitterem Nachgeschmack
Verstappen zeigte bereits in der Qualifikation am Samstagmorgen seine überragende Klasse und setzte die Konkurrenz deutlich unter Druck. Im eigentlichen Rennen am Mittag präsentierte sich der 28-Jährige zunächst ebenso überlegen. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jules Gounon und Daniel Juncadella steuerte er den Mercedes souverän zum vermeintlichen Sieg, nachdem die Führung zwischenzeitlich kurzzeitig verloren gegangen war.
Die Zuschauer feierten den Formel-1-Champion begeistert, die Konkurrenz staunte über die eindrucksvolle Leistung des Gastfahrers. Doch die Freude währte nur kurz.
Fatale Regelverletzung bringt alles zu Fall
Bei der nachträglichen Überprüfung der Renndaten kam ein gravierender Regelverstoß ans Licht: Das Winward-Team hatte statt der erlaubten sechs Reifensätze insgesamt sieben Sätze während des Rennens eingesetzt. Diese zusätzlichen frischen Reifen können im anspruchsvollen Langstreckenrennen auf der Nordschleife einen entscheidenden Vorteil bedeuten - mehr Grip, bessere Rundenzeiten und letztlich möglicherweise den Ausschlag für den Sieg.
Die Konsequenz ließ nicht lange auf sich warten: Disqualifikation! Es gab kein Pardon für den Regelverstoß, der Sieg wurde Verstappen und seinem Team aberkannt.
Neue Sieger und reumütiges Team
Der Sieg geht nun nachträglich an das BMW-Duo Dan Harper und Jordan Pepper, die ursprünglich knapp eine Minute hinter dem Verstappen-Auto ins Ziel gekommen waren. Für sie bedeutet die Disqualifikation des Führenden einen unerwarteten Triumph.
Winward-Teamchef Christian Hohenadel zeigte sich nach dem peinlichen Vorfall reumütig. „Leider ist uns im Team ein Fehler unterlaufen“, erklärte der 49-Jährige. „Für uns war es der erste Einsatz als Mercedes-AMG Performance-Team auf der Nürburgring Nordschleife. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die mit uns mitgefiebert haben.“
Frust statt Lust für Verstappen
Für Max Verstappen endet der Nürburgring-Ausflug ähnlich frustrierend wie sein zweites Formel-1-Rennen in China in dieser Saison. Statt des ersehnten Sieges bleibt nur die Enttäuschung über die verpasste Chance. Nächste Woche kehrt der Niederländer jedoch wieder in sein gewohntes Element zurück: Beim Großen Preis von Japan am 29. März steigt er erneut in seinen Red Bull.
Für das Winward-Team besteht bereits im April die Möglichkeit zur Wiedergutmachung - gleich drei Rennen stehen auf dem Programm. Ob Verstappen erneut ins Cockpit steigen wird, bleibt abzuwarten. Nach den Absagen der Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien hätte der Champion durchaus Zeit für weitere Gaststarts. Die Lust auf Erfolg auf der legendären Nordschleife dürfte trotz der aktuellen Enttäuschung ungebrochen sein.



