Grüne fordern Sicherheitsanalyse für Schweriner Marktplatz
Grüne fordern Analyse für Schweriner Marktplatz

Der Schweriner Marktplatz, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Landeshauptstadt, steht erneut im Fokus der Stadtpolitik. Touristen fotografieren das historische Rathaus, Besucher verweilen auf den Stufen des Säulengebäudes, und regelmäßige Veranstaltungen locken viele Menschen in die Innenstadt. Doch hinter dieser idyllischen Kulisse wächst die Sorge um Sicherheit, nächtliche Treffen und zunehmende Verwahrlosung.

Grüne fordern umfassende Analyse

Mit einem Antrag auf der Stadtvertretersitzung am Montagabend fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/Die Partei eine detaillierte Untersuchung der Sicherheits- und Gefährdungslage auf dem Marktplatz, dem Schlachtermarkt und im direkten Umfeld. Gemeinsam mit der Polizei soll analysiert werden, welche Vorfälle sich dort häufen, zu welchen Zeiten sie auftreten und welche Maßnahmen ergriffen werden könnten.

Die Berichte über Ruhestörungen, Sachbeschädigungen und Konflikte in den Abend- und Nachtstunden reißen nicht ab. Grünen-Stadtvertreter Martin Neuhaus wird nicht nur von Nachbarn angesprochen, sondern erlebt als Pächter des Säulengebäudes regelmäßig selbst diese Vorfälle.

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Vandalismus und nächtliche Eskalationen

„Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass sich die Probleme vom Marienplatz in Richtung Marktplatz verschoben haben“, erklärt Martin Neuhaus. Der Marienplatz gilt seit Jahren als Kriminalitätsschwerpunkt in Schwerin. Nun werde auch die Situation rund um den Markt zunehmend als problematisch wahrgenommen.

Bereits 2024 hatte Neuhaus öffentlich auf zunehmenden Vandalismus und nächtliche Eskalationen am Säulengebäude aufmerksam gemacht. Damals berichtete er von beschmierten Wänden, zerstörtem Mobiliar und sogar einem Einbruch. „Trotz meiner Bemühungen finden zunehmend Sachbeschädigungen und nächtliche Feiern am Säulengebäude statt“, sagte Neuhaus damals. Die tägliche Reinigung sei inzwischen nur noch mit erheblichem Aufwand zu bewältigen.

In der aktuellen Debatte machte der Stadtvertreter deutlich, wie belastend die Situation geworden sei. Es seien nicht nur feiernde Jugendliche; Neuhaus vermutet, dass auch Bandenkriminalität und Drogenkriminalität eine Rolle spielen. „Ich habe für mich einen Sicherheitsdienst beauftragt und eine Reinigungsfirma, die morgens eine Stunde lang sauber macht vor dem Säulengebäude“, so der Kommunalpolitiker.

Grundlage für wirksame Maßnahmen

Die Fraktion möchte mit der Analyse herausfinden, was tatsächlich vor sich geht. Ziel ist eine belastbare und faktenbasierte Einschätzung der Lage, um anschließend „zielgerichtete und wirksame Maßnahmen“ entwickeln zu können. Der Antrag wurde am Montagabend zur weiteren Beratung in die Ausschüsse verwiesen. Bis September 2026 sollen die Ergebnisse der Analyse der Stadtvertretung vorgelegt werden.

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