Tragisches Ende der Großsuche nach vermisster 88-jähriger Seniorin in Templin
Das Wochenende in der Uckermark-Gemeinde Templin wurde von einer tiefgreifenden Tragödie überschattet. Nach einer groß angelegten, mehrstündigen Suchaktion mussten die Einsatzkräfte am Sonntagmorgen den Tod einer 88-jährigen, an Demenz erkrankten Seniorin feststellen. Die Frau war aus ihrem Templiner Pflegeheim verschwunden und konnte trotz umfangreicher Suchmaßnahmen nur noch leblos aufgefunden werden.
Alarm in der Nacht und sofortige Suchmaßnahmen
Bereits in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag, kurz vor Mitternacht, ging bei der Polizeiinspektion Uckermark die Vermisstenmeldung ein. Die Seniorin, die in einem örtlichen Pflegeheim lebte und unter Demenz litt, hatte die Einrichtung offenbar verlassen und war nur spärlich bekleidet. „Es wurden sofort umfangreiche Suchmaßnahmen durch Polizeikräfte eingeleitet“, erklärte der Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion Uckermark am Sonntagmorgen.
Angesichts der winterlichen Witterungsbedingungen konnte ein Polizeihubschrauber mit entsprechender Suchtechnik leider nicht eingesetzt werden. Stattdessen kam ein speziell ausgebildeter Suchhund der Polizei zum Einsatz, der die Einsatzkräfte an den Templiner Eichwerder und zum Ufer des Stadtsees führte. Dort befand sich ein großes Eisloch im zugefrorenen Gewässer.
Einsatz von Feuerwehr, DRK-Wasserwacht und moderner Technik
Gegen 4.30 Uhr wurden zusätzliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Templin sowie Helfer der Templiner Ortsgruppe der DRK-Wasserwacht hinzugezogen. „Wir haben den Uferbereich mit einer Wärmebildkamera und Scheinwerfern abgesucht“, berichtete Stefan Hennig vom Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Templin. Da die Suche zunächst erfolglos blieb, wurde sie in der Nacht vorübergehend abgebrochen und für 7 Uhr morgens neu angesetzt.
Für die Fortsetzung der Suchaktion wurde in Abstimmung mit der Polizei eine Drohne aus dem Feuerwehrtechnischen Zentrum Uckermark in Prenzlau angefordert. Parallel dazu wurden Rettungstaucher in Eberswalde alarmiert. An Land durchkämmten Suchtrupps der Feuerwehr zu Fuß das nähere Umfeld des Seniorenheims.
Tragischer Fund und vergebliche Reanimationsversuche
Gerade als die Drohne der Feuerwehr startklar war, entdeckte einer der Suchtrupps die Seniorin schließlich leblos auf einem Gartengrundstück eines benachbarten Wohnhauses. Feuerwehrleute und anschließend Einsatzkräfte des Rettungsdienstes leiteten umgehend Reanimationsmaßnahmen ein. Doch alle Hilfe kam zu spät – ein alarmierter Notarzt konnte die 88-Jährige nur noch für tot erklären.
Wie in Fällen einer nicht natürlichen Todesursache üblich, wurden Ermittler der Kriminalpolizei hinzugezogen. Diese trafen noch am Vormittag in Templin ein und nahmen die Ermittlungen zu den genauen Todesumständen auf. Der Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion Uckermark bestätigte, dass alle erforderlichen Schritte eingeleitet wurden, um den Vorfall vollständig aufzuklären.
Die tragischen Ereignisse haben die Templiner Gemeinschaft tief erschüttert und zeigen einmal mehr die Herausforderungen im Umgang mit demenziell erkrankten Menschen in Pflegeeinrichtungen. Die koordinierte Suchaktion unter Beteiligung zahlreicher Rettungsorganisationen verdeutlicht zugleich den professionellen Einsatz der Einsatzkräfte in der Region.



