In der Nacht zum Donnerstag hat sich in Merseburg ein Gullydeckel aus seiner Verankerung gelöst und zu zwei schweren Unfällen geführt. Die Polizei ermittelt nun, ob es sich um Sabotage handeln könnte oder ob ein technischer Defekt die Ursache war.
Erster Unfall: 18-Jähriger prallt gegen Hauswand
Gegen zwei Uhr morgens überfuhr ein 18-jähriger Autofahrer den auf der Straße liegenden Gullydeckel. Er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen eine Hauswand. Der junge Mann erlitt schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Feuerwehr war im Einsatz, um das Fahrzeug zu bergen und die Unfallstelle zu sichern.
Zweiter Unfall: 22-Jähriger bleibt unverletzt
Nur kurze Zeit später ereignete sich an derselben Stelle ein weiterer Unfall. Ein 22-jähriger Fahrer stieß ebenfalls gegen den losen Deckel, blieb jedoch unverletzt. Sein Fahrzeug wurde beschädigt, konnte aber noch fahrbereit bleiben. Die Polizei sperrte die Straße für die Dauer der Bergungsarbeiten.
Ermittlungen der Polizei
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Ursache des Vorfalls zu klären. Es wird geprüft, ob der Gullydeckel durch Vandalismus gelöst wurde oder ob ein Materialfehler oder mangelnde Wartung die Ursache war. Die „Mitteldeutsche Zeitung“ hatte zuerst über den Vorfall berichtet. Die Beamten suchen Zeugen, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Die Stadt Merseburg zeigte sich bestürzt über die Vorfälle. Ein Sprecher der Stadtwerke kündigte an, alle Gullydeckel in der Umgebung überprüfen zu lassen. „Wir nehmen den Vorfall sehr ernst und werden alles tun, um solche Unfälle in Zukunft zu verhindern“, so der Sprecher.
Der 18-Jährige befindet sich weiterhin im Krankenhaus, sein Zustand ist stabil. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung unter der Telefonnummer 03461/446-0.



