Rostock: Haftbefehle gegen mutmaßliche Doppel-Automatensprenger erlassen
In Rostock hat das Amtsgericht nach zwei spektakulären Geldautomaten-Sprengungen innerhalb einer Woche Haftbefehle gegen zwei mutmaßliche Täter erlassen. Die 48 und 32 Jahre alten Männer aus der Region Rostock sind dringend tatverdächtig, für die Angriffe auf Automaten im Einkaufszentrum Klenow Tor im Stadtteil Groß Klein und eine Woche zuvor im Nachbarstadtteil Lütten Klein verantwortlich zu sein. Dies teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund mit, die als Schwerpunktbehörde für organisierte Kriminalität in Mecklenburg-Vorpommern zuständig ist.
Details zu den Sprengungen und der Festnahme
Der jüngste Angriff ereignete sich in der Nacht zu Montag gegen 3 Uhr im Einkaufszentrum Klenow Tor, unweit der Stadtautobahn. Laut einem Sprecher des Landeskriminalamtes MV sollen die Täter eine brennbare Flüssigkeit in den Kartenschlitz des Automaten eingefüllt haben, um eine Explosion herbeizuführen. Die lauten Knallgeräusche alarmierten Passanten, die sofort die Polizei verständigten. Nur wenige Minuten nach dem Alarm konnten die beiden Männer im nahen Umfeld des Einkaufszentrums gefasst werden. Auch ihre Wohnungen wurden durchsucht, um weitere Beweise zu sichern.
Ermittlungen und Haftgründe
Gegen das bereits polizeibekannte Duo wird wegen schweren Diebstahls und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion in zwei Fällen ermittelt. Das Amtsgericht Rostock ordnete nach der Vorführung der Männer Untersuchungshaft an. Als Haftgrund dient die Flucht- und Verdunkelungsgefahr, die in solchen Fällen typischerweise besteht. Die Sprengung in Lütten Klein, die ebenfalls in der Nacht zu einem Montag stattfand, verlief ähnlich: Hier flogen die Trümmer des von außen zugänglichen Geldautomaten etliche Meter weit.
Sachschaden und ungeklärte Fragen
In beiden Fällen wird der Sachschaden bereits auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Ob die Täter tatsächlich an Bargeld gelangten, bleibt bisher unklar und wurde von den Behörden nicht mitgeteilt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stralsund und des Landeskriminalamtes MV laufen auf Hochtouren, um alle Hintergründe der mutmaßlich organisierten Kriminalität aufzuklären.



