In Görlitz ist am Montagabend ein Mehrfamilienhaus aus der Gründerzeit aus bisher ungeklärter Ursache eingestürzt. Die Polizei sucht nach möglichen Opfern. Ob es Verletzte oder Tote gibt, ist noch unklar.
Zeugen berichten von Explosion und Gasgeruch
Eine Polizeisprecherin sagte, Zeugen hätten von einer Explosion gesprochen und Gasgeruch wahrgenommen. „Das können wir alles so noch nicht verifizieren, wir müssen aber eine mögliche Gefährdung dadurch erst einmal ausschließen“, erklärte sie. Das Haus in der James-von-Moltke-Straße nahe des Görlitzer Bahnhofs beherbergte Miet- und Ferienwohnungen.
Großeinsatz von Rettungskräften
Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz sind vor Ort. Der Bereich wurde weiträumig evakuiert und abgesperrt. Erst wenn die Einsatzstelle sicher ist, kann mit der Suche nach möglichen Verletzten oder Toten begonnen werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll eine Hundestaffel eingesetzt werden.
Gebäude gehörte städtischer Tochter
Laut Ordnungsamt handelt es sich um ein Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft KommWohnen, einem Tochterunternehmen der Stadt Görlitz. Nach dem Einsturz wurden drei Häuser evakuiert. Der Ort des Geschehens wurde so abgesperrt, dass Schaulustige das Haus nicht mehr sehen konnten. Dennoch kamen Menschen, die an der Absperrung standen und die Lage beobachteten. Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) machte sich vor Ort ein Bild von der Lage.
Görlitz: östlichste Stadt Deutschlands
Görlitz liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße und hat rund 57.000 Einwohner. Seit 1998 bildet die Stadt zusammen mit der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen der historischen, unzerstörten Altstadtkulisse ist Görlitz ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen.



