Nach Hausbrand in Rehna: Ehefrau (49) wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft
Hausbrand in Rehna: Frau wegen versuchten Totschlags in Haft

Nach Hausbrand in Rehna: Ehefrau (49) wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft

Bei Rehna im Landkreis Nordwestmecklenburg hat die Staatsanwaltschaft Schwerin nach einem verheerenden Hausbrand am 19. April 2026 erste Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben. Eine 49-jährige Frau sitzt nun in Untersuchungshaft, da sie verdächtigt wird, das von ihr und ihrem Ehemann bewohnte Wohnhaus sowie einen angrenzenden Stall in Brand gesetzt zu haben. Die Vorwürfe lauten auf versuchten Totschlag und versuchte Brandstiftung mit Todesfolge.

Ermittlungen deuten auf geplanten Mord-Suizid hin

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen wollte die Beschuldigte durch die Brandstiftung zunächst ihren Ehemann und anschließend sich selbst töten. Entgegen ihrer Vorstellung erwachte der im Haus schlafende Ehemann jedoch rechtzeitig und konnte gemeinsam mit der Frau durch die herbeigerufenen Feuerwehrkräfte gerettet werden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Schwerin am Dienstag, dem 21. April 2026, mit.

Das Amtsgericht Wismar hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen die 49-Jährige erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Die Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen der Tat, dauern weiter an. Die Behörde weist ausdrücklich auf die Unschuldsvermutung hin.

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Benzinkanister und technischer Alarm als Schlüsselfaktoren

In dem betroffenen Haus wurden nach Informationen mehrerer Benzinkanister und weitere brennbare Flüssigkeiten entdeckt. Der Ehemann der Frau wurde offenbar nur durch einen Zufall aus dem Schlaf gerissen: Ein technisches Gerät soll nach einem Stromausfall Alarm geschlagen haben, was jedoch bislang nicht offiziell bestätigt ist. Ohne diesen Umstand hätte die Tat möglicherweise tödlich enden können.

Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz

Das Feuer war am Sonntag, dem 19. April 2026, in Brützkow bei Rehna ausgebrochen. Rund 40 Feuerwehrleute aus Rehna, Carlow, Schönberg und Groß Rünz waren im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Sie holten dabei eine verletzte Frau aus dem Gebäude, während sich der Mann bereits selbst in Sicherheit gebracht hatte. Das Haus ist vorläufig nicht bewohnbar, und die betroffenen Bewohner fanden bei Familienangehörigen Unterkunft.

Neben Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst war auch ein First-Responder-Team aus Gadebusch vor Ort. Zusätzlich wurde ein Bagger des Amtshofes Rehna angefordert, um eine vom Einsturz bedrohte Giebelwand des Stalls einzureißen und weitere Gefahren zu beseitigen.

Hilfsangebote bei Suizidgedanken

Falls Ihre eigenen Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie mit anderen Menschen darüber! Es gibt zahlreiche, auch anonyme Hilfsangebote. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222. Der Anruf ist kostenlos und taucht nicht in der Telefonrechnung auf.

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