Prozess um heimlich gefilmte Patientinnen: Urteil erwartet
Heimlich gefilmte Patientinnen: Urteil erwartet

Am Landgericht Osnabrück wird heute das Urteil im Prozess gegen einen Orthopäden aus dem Landkreis Osnabrück erwartet. Der 43-jährige Arzt soll Patientinnen heimlich gefilmt und zum Teil sexuell missbraucht haben. Nach 21 Verhandlungstagen und der Vernehmung von mehr als 70 Zeugen soll die Entscheidung um 11.00 Uhr verkündet werden.

Vorwürfe der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Orthopäden vor, zwischen Januar 2018 und Januar 2022 insgesamt 14 Patientinnen heimlich gefilmt zu haben. Unter den Opfern befanden sich laut Anklage auch Mädchen, die zum Tatzeitpunkt noch keine 14 Jahre alt waren. Daher wurde der Fall vor der Jugendkammer des Landgerichts verhandelt. Die Staatsanwaltschaft legte dem Arzt zudem die Herstellung kinderpornografischer Inhalte zur Last.

Forderungen der Prozessbeteiligten

In ihrem Schlussvortrag forderte die Staatsanwaltschaft eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren sowie ein lebenslanges Berufsverbot für den Orthopäden. Die Verteidigung hingegen beantragte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und sah keine Voraussetzungen für ein Berufsverbot. Der Angeklagte selbst hatte sich zu den Vorwürfen geäußert, jedoch nicht umfassend geständig.

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Das Gericht muss nun über die Glaubwürdigkeit der zahlreichen Zeugenaussagen und die Beweislage entscheiden. Der Fall hat in der Region für großes Aufsehen gesorgt, da ein Mediziner in einer Vertrauensposition schwerwiegende Straftaten begangen haben soll. Das Urteil wird mit Spannung erwartet.

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