Küchenbrand in Templin: Mieterin verletzt - Feuerwehr verhindert Dachstuhlbrand
Küchenbrand in Templin: Mieterin verletzt im Krankenhaus

Großeinsatz in Templin: Küchenbrand verletzt Mieterin und bedroht Dachstuhl

Am Montagnachmittag kam es in Templin zu einem dramatischen Wohnungsbrand, der einen umfangreichen Rettungseinsatz erforderte. In der Parisiusstraße drang dichter Rauch aus dem Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses, woraufhin Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei alarmiert wurden.

Unbeaufsichtigtes Schmalz als Brandursache

Laut Stefan Hahlweg, Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion Uckermark in Prenzlau, hatte die Bewohnerin in ihrer Küche Schmalz angebraten und war währenddessen in den Keller gegangen. Als sie zurückkehrte, stand die Küche bereits in Flammen. Die Mieterin erlitt durch den Brand Verletzungen, die eine Behandlung im Krankenhaus notwendig machten.

René Müller, Einsatzleiter der Feuerwehr Templin, berichtete, dass die Frau bei Eintreffen der Feuerwehr bereits vom Rettungsdienst versorgt worden war. „Wir haben dennoch sofort mit der Personensuche und der Brandbekämpfung begonnen“, erklärte Müller. Aufgrund des dichten Brandrauchs konnten die Einsatzkräfte nur mit Atemschutzgeräten in die Wohnung vordringen.

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Feuerwehr unter Atemschutz im Einsatz

Zum Glück befand sich niemand mehr in der Wohnung, sodass sich die Helfer auf die Löscharbeiten konzentrieren konnten. Die Feuerwehrleute Marjam Blüthgen und Jan Gollin berichteten von extrem schlechter Sicht durch den starken Rauch und spürbarer Hitze trotz ihrer Schutzkleidung. „In der Küche stand der Bereich um den Herd noch in Flammen“, so Blüthgen.

Die Feuerwehr konnte den Brand relativ schnell unter Kontrolle bringen, jedoch hatten die Flammen bereits die Holzkonstruktion des Dachstuhls erfasst. Mit Unterstützung eines zweiten Trupps gelang es, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Vor dem Haus wurde die Drehleiter der Templiner Feuerwehr in Stellung gebracht, die als möglicher zweiter Rettungsweg für die Einsatzkräfte diente.

Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen nach dem Brand

Nach der Brandbekämpfung ergriff die Feuerwehr umfassende Maßnahmen zur Sicherung des Gebäudes:

  • Mit einem Belüftungsgerät wurde zunächst das Treppenhaus rauchfrei gemacht.
  • Anschließend erfolgte die Belüftung der Brandwohnung.
  • Eine Wärmebildkamera kam zum Einsatz, um sicherzustellen, dass sich der Brand nicht unter das Dach ausgebreitet hatte.
  • Die darunterliegende Wohnung wurde ebenfalls kontrolliert.

Neben den Feuerwehrleuten der Stadt Templin waren auch Retter aus den Ortswehren Storkow, Grunewald und Röddelin im Einsatz. Während des Einsatzes versuchten die Feuerwehrleute, Kontakt mit dem privaten Eigentümer des Mehrfamilienhauses aufzunehmen.

Wohnungen vorübergehend unbewohnbar

Die Brandwohnung ist vorerst nicht bewohnbar. Templins Bürgermeister Christian Hartphiel (SPD) informierte, dass die Mieterin keine Hilfe bei der Unterbringung benötigte. „Sie wird von ihrem Sohn aufgenommen“, so Hartphiel.

Auch die darunterliegende Wohnung kann vorübergehend nicht genutzt werden. Aufgrund von Schäden durch das Löschwasser hatten die Feuerwehrleute den Strom abgeschaltet. Diese Familie konnte die Nacht bei Verwandten verbringen. Über die Höhe des Sachschadens ist noch nichts bekannt.

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