Ein tabuisierter Kosmos: Einblick in eine Kinky-Party in München
Ein 26-jähriger Sanitäter sorgt auf Kinky-Partys in München für Sicherheit – und sogar seine Mutter ist mit dabei. Wie er zu dieser außergewöhnlichen Aufgabe kam und welche Regeln auf solchen Veranstaltungen gelten, zeigt ein Blick hinter die Kulissen.
Julian Göring, gelernter Rettungssanitäter, arbeitet seit gut zwei Jahren als Sicherheitsbegleitung auf sexpositiven Partys in der bayerischen Landeshauptstadt. „Viele denken, dass es auf solchen Events chaotisch oder gefährlich zugeht“, sagt der 26-Jährige. „Dabei herrschen hier strengere Regeln als in manchem Club.“
Seine Mutter Maria, 54, war zunächst skeptisch, ließ sich aber überzeugen. „Ich wollte sehen, was mein Sohn da macht“, erzählt sie. „Jetzt bin ich stolz, dass er Verantwortung übernimmt.“ Sie besuchte ihn auf einer Party und war überrascht von der respektvollen Atmosphäre.
Die Aufgaben des Sanitäters
Julians Job umfasst nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch die Einhaltung der Partyregeln. Dazu gehören klare Kommunikationsregeln, Einwilligung und der Verzicht auf Alkoholüberschuss. „Wir achten darauf, dass niemand übergriffig wird“, erklärt er. „Bei Verstößen wird sofort eingegriffen.“
Die sexpositive Szene in München wächst stetig. Veranstalter legen großen Wert auf ein sicheres Umfeld. „Es geht um Freiheit, aber auch um Verantwortung“, betont Julian. „Jeder Gast muss sich wohlfühlen können.“
Maria Göring zeigt sich beeindruckt: „Ich hätte nie gedacht, dass so etwas so professionell abläuft.“ Sie plant, ihren Sohn weiterhin zu unterstützen.



