Daniela Klette will im Prozess eigenes Plädoyer halten
Klette will eigenes Plädoyer halten

Der Gerichtsprozess gegen Daniela Klette vor dem Landgericht Verden nähert sich seinem Ende. Die wegen ihrer RAF-Vergangenheit bekannte Angeklagte will am Dienstag (10.00 Uhr) ein eigenes Plädoyer halten. Zunächst werden jedoch weitere Plädoyers von Nebenklage und Verteidigung erwartet.

Die in Berlin festgenommene Klette steht seit März 2025 in Niedersachsen vor Gericht. Laut Anklage soll sie gemeinsam mit ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub zwischen 1999 und 2016 maskiert und teils schwer bewaffnet Geldtransporter und Supermärkte in mehreren Städten überfallen haben. Dabei soll die Bande mehr als zwei Millionen Euro erbeutet haben, um ihr Leben im Untergrund zu finanzieren.

Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft

Die Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für Klette – wegen versuchten Mordes, schweren bandenmäßigen Raubes und Verstößen gegen Waffengesetze. Die Verteidigung hat noch keine konkrete Forderung gestellt. Es wird erwartet, dass sie auf eine mildere Strafe plädieren wird.

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Hintergrund des Verfahrens

Klette gehörte zur dritten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF) und war jahrelang untergetaucht. Nach ihrer Festnahme in Berlin im Jahr 2024 wurde sie nach Verden überstellt. Der Prozess gilt als einer der bedeutendsten der letzten Jahre im Zusammenhang mit der RAF.

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