Erneut massiver Kupferkabel-Diebstahl aus Solarpark in Brandenburg
Im Norden Brandenburgs, unweit der Bundesstraße 96, haben Unbekannte einen Solarpark geplündert und dabei rund 22 Kilometer Kupferkabel gestohlen. Die Diebe verschafften sich in der Nacht vom 4. zum 5. März Zugang zur Baustelle des großen Photovoltaikparks in der verlängerten Jahnstraße und entwendeten die erst kürzlich verlegten Kabel. Der entstandene Schaden wird von der Polizei auf mehr als 20.000 Euro geschätzt.
Solarpark noch nicht ans Stromnetz angeschlossen
Der betroffene Solarpark war zum Zeitpunkt des Diebstahls noch nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, was den Tätern möglicherweise die Arbeit erleichterte. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls und sucht nach Zeugen oder weiteren Hinweisen. Solche anscheinend organisierten Kabeldiebstähle sind in der dünn besiedelten Region Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns keine Seltenheit mehr.
Häufung von Kupferkabel-Diebstählen in der Region
Bereits Anfang Dezember 2025 hatten Diebe aus einem Solarpark an der Autobahn 24 bei Lüttow-Valluhn im Landkreis Ludwigslust-Parchim sogar 90 Kilometer Kupferkabel abgebaut und entwendet. Der Schaden wurde damals auf mehr als 100.000 Euro geschätzt. Weitere größere Kabeldiebstähle wurden in der Vergangenheit in Lübesse im gleichen Landkreis und bei Tützpatz in der Mecklenburgischen Seenplatte verzeichnet.
Auch in Dallgow-Döberitz westlich von Berlin wurden Ende Dezember 2025 rund 50 Kilometer Kupferkabel aus einem großen Solarpark gestohlen. In Vorpommern gab es zudem vor wenigen Monaten Diebe, die mehrfach Ladekabel an freistehenden E-Autoladesäulen abbauten und verschwinden ließen, vermutlich ebenfalls wegen des wertvollen Kupferanteils.
Betreiber setzen auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen
Angesichts der zunehmenden Diebstähle setzen viele Erbauer und Betreiber von Solarparks bereits auf verstärkte Sicherheitsvorkehrungen. Dazu gehören Kamera-Rundumüberwachungen und zusätzliche Absicherungen der eingezäunten Energieparks. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden, um weitere Straftaten dieser Art zu verhindern.
Die Ermittlungen zu dem aktuellen Fall in der Nähe von Ludwigslust laufen auf Hochtouren. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um eine organisierte Tat handelt, bei der die Täter gezielt die abgelegene Lage und den hohen Materialwert der Kupferkabel ausnutzten.



