Leiche von vermisster Michelle (25) gefunden: Handy weiterhin verschwunden
Leiche von Michelle (25) gefunden - Handy fehlt

Leiche von vermisster Michelle (25) in der Aller gefunden

Die traurige Gewissheit nach wochenlanger Suche: Die Leiche der seit dem 11. März vermissten Michelle (25) wurde am Samstagmorgen an einem Ufer der Aller bei Hambühren entdeckt. Wassersportler fanden den leblosen Körper und alarmierten umgehend die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die vermisste junge Frau aus Celle.

Blutspur führte bereits zum Fluss

Die dramatischen Umstände des Verschwindens werfen viele Fragen auf. Am 11. März war Michelle mit einer blutenden Halswunde aus ihrer Wohnung in Celle gerannt und anschließend spurlos verschwunden. Übrig blieb eine 193 Meter lange Blutspur, die bis zur nächsten Straßenecke führte. Polizeihunde nahmen die Fährte der jungen Frau auf, die am Ufer der Aller in Celle endete.

Nun, etwa einen Monat später und mehrere Kilometer flussabwärts, wurde die bekleidete Leiche entdeckt. Es ist wahrscheinlich, dass der Körper im Wasser dorthin getrieben wurde. Einsatzkräfte von DLRG und Feuerwehr bargen die Frauenleiche aus der Aller.

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Handy seit zwei Tagen vor Verschwinden abgestellt

Ein besonders rätselhaftes Detail beschäftigt die Ermittler: Das Handy der 25-Jährigen wird weiterhin vermisst. Nach Informationen war das Mobiltelefon bereits am 9. März abgestellt worden – also zwei Tage vor Michelles Verschwinden. Bei der Toten wurden zwar Hinweise auf ihre Identität gefunden, doch das fehlende Smartphone bleibt ein wichtiger Puzzle-Teil in den Ermittlungen.

Partner der Schwester im Fokus der Ermittlungen

Die Polizei ermittelt auf Hochtouren und hat einen konkreten Tatverdächtigen im Blick: den 46-jährigen Partner von Michelles Schwester. Dieser Mann hatte selbst in der Nacht zum 11. März gegen 3.30 Uhr die Polizei verständigt und die blutende Halsverletzung der jungen Frau gemeldet. Er ist der Letzte, der Michelle lebend gesehen hat.

Unklar bleibt bisher, ob er auch für ihre Verletzungen verantwortlich war. In der Wohnung der 25-Jährigen sicherte die Kripo ein blutverschmiertes Küchenmesser, das nun forensisch untersucht wird.

Obduktion soll Todesursache klären

Die Leiche wird derzeit in der Rechtsmedizin obduziert. Polizeisprecherin Ulrike Trumtrar betont: „Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen.“ Sowohl ein Tötungsdelikt als auch ein Suizid werden in Betracht gezogen. Die Obduktion soll endgültige Aufschlüsse über die Todesursache bringen.

Vor Michelles ehemaligem Wohnhaus in Celle haben trauernde Angehörige und Freunde rote Grabkerzen aufgestellt – ein stilles Zeichen des Abschieds von der jungen Frau, deren Schicksal nun traurige Gewissheit gefunden hat, deren Geschichte aber noch viele ungeklärte Fragen aufwirft.

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