Linkspartei verurteilt Angriff auf Stand in Naumburg – Schock über Alter der Täter
Linkspartei verurteilt Angriff auf Stand in Naumburg

Die Partei Die Linke hat auf einen Vorfall reagiert, der sich am Mittwoch, dem 6. Mai, an ihrem Infostand in Naumburg ereignet haben soll. Die Partei spricht von einer rechtsextrem motivierten Bedrohungssituation, bei der mehrere Parteimitglieder und jugendliche Interessenten des Standes von vier bis fünf rechtsextremen Jugendlichen mehrfach aggressiv verbal beleidigt, mit Gewalt bedroht und angefeindet worden seien.

Jugendliche zeigen Hitlergruß

Laut einer Pressemitteilung der Kreisvorsitzenden Birke Bull-Bischoff und Nicklas Kurzweil sowie des Landtagskandidaten Michael Scholz zeigten die rechtsextremen Jugendlichen unter anderem einen Metallschlagstock und gingen die am Stand anwesenden Jugendlichen körperlich an. Diese reagierten mit einem Tierabwehrspray. Einer der Angreifer zeigte während des Vorfalls einen Hitlergruß. Die alarmierte Polizei übergab die Jugendlichen kurze Zeit später ihren Erziehungsberechtigten.

Kreisverband fordert Konsequenzen

Der Kreisverband Die Linke Burgenlandkreis zeigte sich entsetzt über die Unverhohlenheit, mit der rechtsextreme Ideologien zur Schau gestellt und politische Gegner öffentlich bedroht würden. „Wir sind auch vom Alter der Täter schockiert und erwarten, dass dieser Vorfall und die von den rechtsextremen Jugendlichen begangenen Straftaten – Verstoß gegen das Waffengesetz, Beleidigung, Bedrohung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen – Konsequenzen haben“, hieß es.

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Video zeigt Schlagstock der Angreifer

Der verantwortliche Standbetreuer, Landtagskandidat Michael Scholz, sagte: „Als Augenzeuge vor Ort hat mich das offene, aggressive Auftreten der Jugendlichen schockiert. Wir weichen vor rechter Hetze nicht zurück und erwarten, dass diese Bedrohung ernst genommen wird.“ Die Linke kritisierte zudem eine Polizeimeldung vom 8. Mai, die ihrer Ansicht nach mehrere Fehler in der Darstellung enthielt, die den Kontext verzerrten. So sei der Schlagstock der Angreifer von der Polizei nicht vorgefunden worden, weil der Träger zuvor vor der Polizei geflohen sei. Ein der Partei vorliegendes Video bestätige das Tragen eines Schlagstocks. Die körperliche Bedrohung der Jugendlichen sei in der Polizeimeldung nicht erwähnt worden.

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