LKA startet Expertengruppe gegen Radikalisierung im Netz: Kinder digital stärken
LKA-Expertengruppe: Kinder vor Gefahren im Internet schützen

LKA gründet Expertengruppe zum Schutz von Kindern im digitalen Raum

Das Landeskriminalamt (LKA) hat eine neue Expertengruppe ins Leben gerufen, um Kinder und Jugendliche besser vor den vielfältigen Gefahren im Internet zu schützen. Diese Initiative zielt darauf ab, junge Menschen, die aufgrund ihrer Entwicklungsphase besonders beeinflussbar sind, wirksamen Schutz und umfassende Unterstützung anzubieten.

Prävention statt Aussperrung: Stärkung der digitalen Kompetenz

LKA-Präsident Thorsten Massinger betonte in einer aktuellen Mitteilung: „Wir wollen Kinder und Jugendliche nicht aus dem Internet aussperren - wir wollen sie darin stark machen.“ Die Expertengruppe, die sowohl kriminalpolizeiliche als auch wissenschaftliche Expertise vereint, konzentriert sich auf drei zentrale Schwerpunkte: die Analyse von Radikalisierungsprozessen und Gefährdungen im Netz, die Konzeption und Weiterentwicklung digitaler Präventions- und Aufklärungsangebote sowie die Beratung von Betroffenen und Bezugspersonen.

Radikalisierung beginnt häufig in digitalen Räumen

Das LKA weist darauf hin, dass Radikalisierungsprozesse oft in digitalen Umgebungen ihren Anfang nehmen – sei es in Chats, Livestreams oder Online-Spielen. Diese Online-Formate bieten einen schnellen und oft ungefilterten Zugang zu extremistischen Inhalten, Narrativen und Akteuren, was die Gefahr einer frühzeitigen Beeinflussung erhöht.

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Neben der Radikalisierung identifiziert die Expertengruppe weitere erhebliche Risiken im Netz: sexualisierte Gewalt, Cybermobbing, die Konfrontation mit Hassrede, Diskriminierung und menschenfeindliche Inhalte. Laut LKA greifen diese verschiedenen Phänomene häufig ineinander; Erfahrungen mit Ausgrenzung und Hasskommunikation können Radikalisierungsprozesse zusätzlich begünstigen und verstärken.

Gesamtgesellschaftlicher Ansatz für mehr Sicherheit

„Wer die Mechanismen von Manipulation, Hassrede und Propaganda versteht, kann sich besser schützen. Das kann nur gesamtgesellschaftlich gelingen“, erklärte Massinger. Daher sollen nicht nur die Kinder und Jugendlichen selbst, sondern auch Eltern, Lehrer und weitere Bezugspersonen durch die Arbeit der Expertengruppe handlungsstark werden. Die Initiative verfolgt einen umfassenden Ansatz, der Aufklärung, Prävention und Unterstützung miteinander verbindet, um die digitale Resilienz der jungen Generation nachhaltig zu stärken.

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