Lüneburg: Flüchtender Wagen fährt auf Polizisten zu - Warnschuss abgegeben
Lüneburg: Flüchtender Wagen fährt auf Polizisten zu

Lüneburg: Flüchtender Wagen fährt auf Polizisten zu - Warnschuss abgegeben

Ein nächtlicher Einbruchsversuch in Lüneburg ist in der vergangenen Nacht dramatisch eskaliert und hat zu einer riskanten Flucht, einem Warnschuss und umfangreichen Beweissicherungen geführt. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben wegen eines versuchten Tötungsdelikts, nachdem ein 19-jähriger Fahrer mit einem Auto auf zwei Beamte zugefahren sein soll.

Eskalation nach Einbruchsversuch an Sportplatz

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatten drei Männer gegen 23.30 Uhr versucht, an einem Sportplatz in Lüneburg einen Aufsitzrasenmäher zu stehlen. Dafür drückten sie ein Metalltor auf. Als Einsatzkräfte am Tatort eintrafen, flohen zwei der Verdächtigen mit einem Auto, während ein dritter Mann zu Fuß die Flucht ergriff.

In Höhe einer nahegelegenen Sporthalle eskalierte die Situation dann massiv. Der flüchtende Wagen fuhr laut Polizeiangaben direkt auf zwei Beamte zu. Trotz wiederholter Aufforderungen, anzuhalten, beschleunigte der Fahrer und hielt gezielt auf die Polizisten zu. Diese konnten sich nur durch einen schnellen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Ein Beamter gab daraufhin einen Warnschuss in die Luft ab. Verletzt wurde nach offiziellen Angaben glücklicherweise niemand.

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Festnahme und Beweissicherung

Das Fahrzeug konnte später gestoppt werden. Der 19-jährige Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Bei dem 20-jährigen Beifahrer fanden die Beamten ein Einhandmesser im Hosenbund. Beide Männer sowie ein 34-Jähriger, der in Tatortnähe gestellt wurde, kamen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder auf freien Fuß.

Im Fahrzeug stellten die Ermittler Werkzeuge und Handschuhe sicher, die als Beweismittel beschlagnahmt wurden. Auch das Auto selbst wurde sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen erfolgen nun in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg, um die genauen Hintergründe des Vorfalls aufzuklären.

Die Polizei betont, dass es sich um einen besonders gefährlichen Einsatz handelte, bei dem die Beamten ihr Leben riskierten. Die Ermittlungen zum versuchten Tötungsdelikt und zum Einbruchsversuch laufen auf Hochtouren, während die beschlagnahmten Beweise nun forensisch untersucht werden.

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