Luftraum über El Paso stundenlang gesperrt: Drogen-Drohnen aus Mexiko überfliegen US-Grenze
Am Mittwoch kam es im US-Bundesstaat Texas zu einer beispiellosen Luftraumsperrung. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA sperrte den gesamten Luftraum über der Grenzstadt El Paso für zehn Tage, nachdem Drohnen mexikanischer Drogenkartelle die US-Grenze überflogen hatten. Bereits um 15 Uhr deutscher Zeit wurde die Sperrung jedoch wieder aufgehoben.
Hunderte Reisende gestrandet
Die plötzliche Sperrung des Luftraums führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Hunderte Reisende waren zunächst am Flughafen El Paso gestrandet, während die Behörden die Situation bewerteten. Ein Vertreter der US-Regierung bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass der Luftraum geschlossen wurde, nachdem Drohnen mexikanischer Kartelle in den US-Luftraum eingedrungen waren.
Das US-Kriegsministerium ergriff umgehend Maßnahmen, um die Drohnen außer Gefecht zu setzen. Sowohl die FAA als auch das Kriegsministerium kamen zu dem Schluss, dass nach den ergriffenen Maßnahmen keine Gefahr mehr für den zivilen Flugverkehr bestehe. Der Regierungsvertreter wollte anonym bleiben, da es sich um eine Frage der nationalen Sicherheit handele.
Keine Angaben zu Drohnenanzahl und Gegenmaßnahmen
Der Vertreter machte keine konkreten Angaben dazu, wie viele Drohnen beteiligt waren oder welche spezifischen Maßnahmen zu deren Ausschaltung ergriffen wurden. Die FAA teilte auf der Plattform X lediglich mit, dass die vorübergehende Sperrung des Luftraums über El Paso aufgehoben wurde. „Es besteht keine Gefahr für den kommerziellen Flugverkehr. Alle Flüge werden planmäßig wieder aufgenommen“, hieß es in der Mitteilung.
Politische Reaktionen und regionale Bedeutung
Die demokratische Abgeordnete Veronica Escobar, zu deren Wahlkreis El Paso gehört, hatte die FAA am Mittwochmorgen zu einer Stellungnahme aufgefordert. „Die folgenschwere Entscheidung der FAA, den Flughafen von El Paso für zehn Tage zu schließen, ist beispiellos und hat in der Bevölkerung erhebliche Besorgnis ausgelöst“, erklärte Escobar.
El Paso ist eine Grenzstadt mit knapp 700.000 Einwohnern und bildet zusammen mit der benachbarten mexikanischen Stadt Ciudad Juárez ein bedeutendes Zentrum des grenzüberschreitenden Drogenhandels. Die kurze Sperrung betraf ausschließlich den US-Luftraum, nicht den mexikanischen.
Der Flughafen El Paso bezeichnet sich selbst als das Tor zu West-Texas, Süd-New Mexico und Nord-Mexiko. Fluggesellschaften wie Southwest, United, American und Delta bieten dort regelmäßige Flugverbindungen an. Die Ereignisse vom Mittwoch unterstreichen die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen an der US-mexikanischen Grenze.



