Magdeburg-Anschlag: Abschlussbericht mit scharfer Kritik an Behörden
Magdeburg-Anschlag: Bericht kritisiert Behörden scharf

Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt hat seinen Abschlussbericht zum Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt vorgelegt. Nach einem Jahr intensiver Arbeit und der Befragung von mehr als 100 Zeugen kommen die Abgeordneten zu einem vernichtenden Urteil: Defizite im Handeln mehrerer Behörden haben die Amokfahrt begünstigt.

Schwere Versäumnisse der Behörden

„Schwächen und Fehler im Handeln von Behörden haben es dem Täter – zusammen betrachtet – leicht gemacht, diese Überfahrttat zu begehen“, heißt es im Entwurf des Abschlussberichts, der der Mitteldeutschen Zeitung vorliegt. Besonders scharf kritisieren die Abgeordneten eine staatliche Stelle, die trotz mehrerer Hinweise nicht rechtzeitig eingeschritten sei. Die genaue Behörde wird im Bericht namentlich genannt, doch der MZ liegt der vollständige Bericht vor.

Politische Konsequenzen gefordert

Die Oppositionsfraktionen fordern nun personelle Konsequenzen und eine umfassende Reform der Sicherheitsstrukturen. „Es darf nicht sein, dass Behördenversagen zu solch einer Katastrophe führt“, sagte ein Abgeordneter. Die Landesregierung kündigte an, die Empfehlungen des Ausschusses zu prüfen und umzusetzen. Der Abschlussbericht soll in den kommenden Wochen öffentlich vorgestellt werden.

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Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg hatte im Dezember 2024 bundesweit Entsetzen ausgelöst. Ein Täter war mit einem Fahrzeug in die Menschenmenge gerast und hatte mehrere Menschen getötet sowie zahlreiche verletzt. Der Untersuchungsausschuss wurde eingesetzt, um die Hintergründe und mögliches Behördenversagen aufzuklären.

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