Ein deutscher Urlauber ist auf Mallorca bei dem Versuch ums Leben gekommen, anderen in Not geratenen Badenden zu helfen. Der 63-Jährige ertrank an der Cala Mendia, einer bei Urlaubern beliebten Bucht im Osten der Insel.
Dramatische Szenen am Strand
Eine Frau und zwei Männer waren aufgrund der starken Strömung nicht mehr in der Lage, aus eigener Kraft ans Ufer zurückzukehren. Der Deutsche, der selbst Erfahrung als Rettungsschwimmer hatte, wollte ihnen zu Hilfe eilen. „Er versuchte, sie zu retten, und ertrank dabei selbst“, teilte ein Polizeisprecher mit.
Bergung und Wiederbelebung
Eine Gruppe von Stand-up-Paddlern konnte den Deutschen aus dem Wasser bergen. Er hatte einen Herzstillstand erlitten, wie das Online-Portal „Crónica Balear“ berichtete. Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos. Die drei in Not geratenen Schwimmer, denen der Deutsche helfen wollte, konnten später gerettet werden.
Keine Rettungsschwimmer im Dienst
An dem Strand waren zum Zeitpunkt des Unglücks keine Rettungsschwimmer im Einsatz, obwohl die Badesaison langsam beginnt. Bei Temperaturen von etwa 26 Grad an Land und knapp 20 Grad im Wasser zieht es immer mehr Urlauber ins Meer. Die Rettungsschwimmer hatten in den vergangenen Jahren wiederholt für eine Ausweitung ihrer Arbeitszeiten demonstriert.
Hinterbliebene in Schock
Der 63-Jährige war mit seiner Frau am Strand, die nach dem Unglück eine Panikattacke erlitt und medizinisch behandelt werden musste. Angaben zu seiner Herkunft in Deutschland wurden zunächst nicht gemacht. Die örtlichen Behörden haben Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.



