Schockvorfall im Bahnhof Lüneburg: Mann überlebt ICE-Überrollung und flüchtet
Ein schockierender Vorfall hat sich am Sonntagnachmittag im Bahnhof Lüneburg in Niedersachsen ereignet. Ein bislang unbekannter Mann ließ sich von einem einfahrenden ICE überrollen, überlebte den lebensgefährlichen Akt und flüchtete anschließend vom Tatort. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Dramatische Szenen am Gleis
Der Vorfall spielte sich gegen 15:56 Uhr ab, als der ICE mit einer Geschwindigkeit von etwa 45 Kilometern pro Stunde in den Bahnhof Lüneburg einfahren wollte. Der Mann sprang plötzlich vom Bahnsteig, legte sich parallel zu den Schienen ins Gleisbett und ließ sich von dem herannahenden Zug überrollen. Trotz der sofort eingeleiteten Schnellbremsung durch den Lokführer konnte das Überrollen nicht mehr verhindert werden.
Erstaunlicherweise überlebte der Unbekannte diese lebensbedrohliche Aktion. Nach dem Vorfall stand er auf, nahm seine zuvor abgelegten Sachen und verließ fluchtartig den Bahnhof. Die etwa 200 Passagiere im ICE blieben bei dem dramatischen Geschehen unverletzt.
Lokführer unter Schock – Bahnverkehr massiv beeinträchtigt
Für den Lokführer endete die Fahrt jedoch abrupt. Er stand nach dem schockierenden Erlebnis so sehr unter Schock, dass er umgehend abgelöst werden musste. Erst nach der Ablösung durch einen Ersatzlokführer konnte der ICE seine Fahrt fortsetzen.
Der Vorfall hatte erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Der Bahnhof Lüneburg musste für rund eine Viertelstunde gesperrt werden, was zu massiven Verspätungen führte. Insgesamt kamen zwölf Züge mit zusammen knapp 200 Minuten Verspätung an, zwei weitere Züge mussten einen Umweg fahren.
Ermittlungen der Bundespolizei laufen
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach dem flüchtigen Mann. Der Vorfall wird als gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr eingestuft. Die Beamten bitten um Zeugenhinweise, um den Täter identifizieren zu können.
Dieser schockierende Vorfall wirft Fragen nach der Sicherheit an Bahnhöfen und dem psychischen Wohl der Lokführer auf, die mit solchen Extremsituationen konfrontiert werden können.



