Mammut-Prozess gegen Marius Borg Høiby: Reality-Sternchen als Zeugen im Fokus
Der aufsehenerregende Prozess gegen Marius Borg Høiby (29), den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52), nähert sich seinem Ende. Seit dem 3. Februar 2026 sitzt der Angeklagte in Untersuchungshaft und muss sich wegen 40 Straftaten verantworten. Der heutige Gerichtstag in Oslo verspricht neue Brisanz, denn es stehen Influencerinnen und Reality-TV-Darstellerinnen auf der Zeugenliste.
Der Abend, der alles ins Rollen brachte
Im Mittelpunkt der Verhandlung steht erneut der Abend des 4. August 2024. An diesem Tag soll Marius Borg Høiby seine Ex-Freundin, die als „Frau aus Frogner“ anonymisiert wird, attackiert und deren Wohnung demoliert haben. Diese Vorwürfe führten zu seiner Festnahme und bilden den Kern der Anklage.
Der Prozesstag begann damit, dass Marius seine Aussage fortsetzte, nachdem er am vergangenen Freitag nicht fertig geworden war. Besonders spannend ist die Zeugenliste für diesen Dienstag, auf der eine bekannte norwegische Influencerin und Reality-TV-Darstellerin steht. Es ist noch unklar, ob sie von der Anklage oder der Verteidigung vorgeladen wurde, aber ihre Aussage könnte Marius in Bedrängnis bringen.
Verbindungen zu mutmaßlichen Opfern
Die Reality-Darstellerin kennt unter anderem Nora Haukland (28), die – wie die „Frau aus Frogner“ – als mutmaßliches Opfer von Marius Borg Høiby gilt. Es wird erwartet, dass die Zeugin aussagen wird, die Geschädigten hätten in der Beziehung mit Marius ein Martyrium durchmachen müssen. Diese Aussagen könnten das Bild des Angeklagten erheblich belasten.
Interessanterweise herrschte zu Prozessbeginn noch eine entspannte Stimmung im Saal. BILD-Reporter beobachteten, wie Verteidigung und Staatsanwaltschaft miteinander scherzten, bevor die ernsten Verhandlungen begannen.
Entscheidung über U-Haft steht an
Ein weiterer kritischer Punkt des Tages ist die Entscheidung über die Untersuchungshaft. Am Dienstagnachmittag wird das Bezirksgericht Oslo darüber verhandeln, ob Marius in Haft bleibt oder freigelassen wird. Die Polizei hat sich bereits gegen eine Freilassung ausgesprochen, und Mette Yvonne Larsen, die Nebenklageanwältin der Frogner-Frau, teilt diese Meinung.
Marius’ Anwälte haben einen Antrag auf Freilassung gestellt, da er seit vier Wochen in Haft sitzt. Laut norwegischer Strafprozessordnung kann ein Angeklagter bis zur Urteilsfällung in Haft bleiben, wenn Gründe wie Wiederholungs- oder Fluchtgefahr vorliegen und die Verurteilungswahrscheinlichkeit bei mindestens 50 Prozent liegt.
Leben hinter Gittern
Der Alltag des prominenten Häftlings ist streng getaktet: Morgens um 08.45 Uhr öffnet sich die Zellentür, und der Tag verläuft nach einem festen Plan. Statt der gewohnten Glitzerwelt erlebt Marius nun Gitterstäbe und Polizeiwagen. Immerhin hatte er kürzlich Besuch von seinem Vater, was ihm eine kleine Freude bereitet haben dürfte.
Der Prozess gegen Marius Borg Høiby hat Norwegen in Atem gehalten, und mit den Aussagen der Reality-Sternchen könnte er eine neue Wendung nehmen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Zeugenaussagen die Anklage stützen oder der Verteidigung neue Argumente liefern.



